Revanche geglückt: Werder ringt Leverkusen nieder

Im Hinspiel wurde Werder gnadenlos ausgekontert, doch das Rückspiel in Leverkusen ging an die Bremer. Mit dem 3:1-Sieg ist man endgültig zurück auf Europa-Kurs.

Kruse und Rashica Arm in Arm beim Siegerjubel in Leverkusen.
Werders Doppelpack: Max Kruse (links) traf zum 1:0 und bereitete das 2:0 für Milot Rashica vor. Bild: Imago | Revierfoto

Herber Rückschlag für Bayer Leverkusen, Sieg der Hoffnung für Werder Bremen: Angeführt vom Löw-Neuling Maximilan Eggestein stoppten die Hanseaten durch den nicht unverdienten 3:1 (2:0)-Erfolg im Rheinland am Sonntag den Aufwärts-Trend der Leverkusener und dürfen sich nun selbst vermehrt Hoffnungen auf eine Europacup-Teilnahme machen.

Hier können Sie sich externe Inhalte (Text, Bild, Video…) von Twitter anzeigen lassen

Stimmen Sie zu, stellt Ihr Browser eine Verbindung mit dem Anbieter her.
Mehr Infos zum Thema Datenschutz.

Bayer bleibt nach dem 26. Spieltag Sechster und verpasste es nach der beeindruckenden Aufholjagd der letzten Wochen, bis auf zwei Zähler an einen Champions-League-Platz heranzurücken. Die im Jahr 2019 noch ungeschlagenen Bremer haben als Achter derweil nur noch drei Punkte Rückstand auf Leverkusen. Kapitän Max Kruse mit seinem siebten Saisontor nach Vorarbeit des erstmals von Bundestrainer Joachim Löw in die Nationalmannschaft berufenen Eggestein (13.) und Milot Rashica auf Vorlage von Kruse (37.) schossen vor der Pause die Treffer für die sehr reif und clever spielenden Gäste. Nach dem Anschluss-Tor durch einen sehenswerten Freistoß von Leon Bailey (75.) sorgte Kruse für den Endstand (90.+5) – Eggestein hatte den Konter mit einer Balleroberung eingeleitet.

Friedl macht seinen Sache ordentlich

Pavlenka kann bei Baileys Freistoß dem Ball nur hinterhergucken.
Perfekt versenkt von Leon Bailey: Das Freistoßtor zum 1:2 für Leverkusen (75. Minute). Bild: Imago | Revierfoto

In der Innenverteidigung kam Bayern-Leihgabe Marco Friedl als Ersatz des gesperrten Milos Veljkovic zum dritten Startelf-Einsatz in dieser Saison. Bei der ersten im Hinspiel (2:6) war der Österreicher zur Pause ausgewechselt worden. Diesmal machte der 21-Jährige seine Sache gut. Trotz all dieser Personal-Rochaden wurde das Spiel so unterhaltsam wie es viele erhofft hatte. Beide Teams suchten stets den Weg nach vorne.

Belohnt wurden zunächst die Bremer: Johannes Eggestein leitete den Ball elegant zu Bruder Maximilian weiter, der bediente mustergültig Kruse und der traf aus spitzen Winkel mit links. Der Treffer nahm der Partie aber zunächst etwas an Dynamik. Werder gierte nun kontrollierter, Bayer geriet eine ganze Weile aus dem Konzept. Nach einer halben Stunde schüttelten die Gastgeber den Schock ab und kamen zu zwei Großchancen. Bailey besaß die große Chance zum Ausgleich, doch Friedl blockte den Ball über das Tor (32.), Kevin Volland köpfte ganz knapp daneben (35.). Zielstrebiger war weiterhin Werder: Rashica krönte einen sehenswerten Konter zum 0:2.

Sammer: "Tore von Bremen sind Weltklasse"

Eurosport-Experte Matthias Sammer schwärmte zur Pause von einem "hervorragenden Spiel: Leverkusen enttäuscht nicht. Aber die Tore von Bremen sind Weltklasse." Bayer-Trainer Peter Bosz sah die Sache offenbar kritischer. Er brachte zur Pause Paulinho für Karim Bellarabi und den geschwächten Havertz offenbar früher als geplant für Charles Aranguiz. Neun Minuten später traf Havertz auch vermeintlich zum 1:2, er hatte den Ball aber zuvor mit der Hand gespielt.

Nun wurde es ein offener Schlagabtausch: Nuri Sahin verpasste mit einem spektakulären Latten-Freistoß das 0:3 (59.), auf der Gegenseite hielt Jiri Pavlenka stark gegen Bender (64.). Bailey, Leverkusens Bester, sorgte mit dem 1:2 für eine heiße Schlussphase, in der Leverkusen mit Vehemenz drückte und Bremen leidenschaftlich verteidigte, ehe Kruse in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Tor alles klarmachte.

Baumann: "Haben unser Tor bis aufs Blut verteidigt"

Baumann vor der Bayarena im Gespräch mit der ARD.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 17. März 2019, 19:30 Uhr