Lemke wünscht sich stillen Hoeneß: "Schon genug Skandale im Fußball"

Erzfeinde über Jahre, nun sind sie versöhnt: Willi Lemke spricht im Video über die Nachfolge von Uli Hoeneß, ein versöhnliches Treffen und Wissen mit Skandalpotenzial.

Willi Lemke

Ab Freitag sind sie gewissermaßen wieder Kollegen – als Fußball-Funktionäre a.D. Denn Uli Hoeneß tritt als Präsident des FC Bayern ab. Mehr als vier Jahrzehnte nach seinem ersten Tag als Manager zieht sich der 67-Jährige bei der Jahreshauptversammlung aus der ersten Reihe des deutschen Fußball-Rekordmeisters zurück.

Willi Lemke war viele Jahre lang Hoeneß Gegenspieler: Werder gegen Bayern war auch immer Werder-Manager Lemke gegen Bayern-Manager Hoeneß. Wenn sie sich stritten, flogen die Fetzen. Heute verstehen sich beide gut, Lemke sagt, er glaube Hoeneß sehr gut zu kennen.

An eine Versöhnung der beiden hatte während der heißen Phase des Duells zwischen Werder und Bayern Ende der Achtziger- und zu Beginn der Neunzigerjahre zwar wohl kaum jemand in Fußball-Deutschland geglaubt. Aber nach Hoeneß Gefängnis-Aufenthalt wegen Steuerbetrugs versöhnten sich die beiden bei einem Treffen in der Geschäftsstelle von Bayern München – zu dem Hoeneß seinen Kollegen eingeladen hatte.

Da haben wir eineinhalb Stunden gequatscht und da habe ich einen vollkommen anderen Uli Hoeneß kennen gelernt.

Willi Lemke

Dass sich Hoeneß still und leise aus dem Fußball zurückziehen wird, daran mag Lemke nicht glauben. Auch wenn er ihm dies wünsche. Dies sei besser für Hoeneß – und für den Fußball.

Der weiß ja zehnmal mehr als wir beide zusammen, über alle Dinge, die im Weltfußball laufen. Da ist noch so mancher schöner Pfeil in seinem Köcher, den er irgendwann nochmal wegballern könnte.

Willi Lemke

Hier gibt es das ganze Interview mit Willi Lemke über Uli Hoeneß

Willi Lemke

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Autoren

  • Henry Vogt
  • Bastian Mojen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Nachmittag, 14. November 2019, 16 Uhr