Nach der Pleite bei "Jugend forscht": Kohfeldt kontert seine Kritiker

Die Bremer Aufstellung mit Jean-Manuel Mbom und Eren Dinkci überraschte vor dem Spiel gegen Leipzig. Gegen Kritik am Werder-Plan wehrt sich Florian Kohfeldt vehement.

Florian Kohfeldt gestikuliert am Spielfeldrand.
Werder-Coach Florian Kohfeldt setzte im Heimspiel gegen RB Leipzig auf die Talente Jean-Manuel Mbom und Eren Dinkci. Sein Plan ging bei der 1:4-Niederlage allerdings nicht auf. Bild: Imago | Jan Huebner

Als um 14:30 Uhr Werders Startelf für das Spiel gegen RB Leipzig veröffentlicht wurde, sorgte diese bei den Bremer Fans für überraschte Gesichter. Gleich fünf Wechsel hatte Coach Florian Kohfeldt nach dem 1:0-Sieg im Pokalspiel bei Jahn Regensburg vorgenommen – und dabei neben Felix Agu zwei weiteren jungen Spielern das Vertrauen geschenkt. Jean-Manuel Mbom, 21 Jahre alt, begann anstelle von Kevin Möhwald im zentralen Mittelfeld. Im Angriff gab der erst 19-jährige Eren Dinkci gar sein Startelf-Debüt in der Bundesliga.

Eren Dinkci im Zweikampf mit Leipzigs Marcel Halstenberg
Eren Dinkci (hier im Zweikampf mit Marcel Halstenberg) konnte gegen Leipzig nicht auf sich aufmerksam machen. Bild: Imago | Jan Huebner

Der Tabellenzweite aus Leipzig war aber für beide eine Nummer zu groß. Kohfeldts Plan ging nicht auf, weshalb der Werder-Coach bereits in der Halbzeit reagierte. Mbom und Dinkci wechselte er genauso wie den angeschlagenen Ömer Toprak aus. Zugleich stellte er in der Abwehr von einer Dreier- auf eine Abwehrkette um. Allein: Die Bremer lagen zu diesem Zeitpunkt schon 0:3 zurück. Aus dem Nichts kam dies für viele Fans in den Sozialen Medien nicht. Sie äußerten rund um das Spiel Kritik an der Aufstellung der Bremer, aber auch an den Auswechslungen der beiden Talente in der Halbzeit.

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Kohfeldt: "Würde mich gerne selber mal in Schutz nehmen"

Die Kritik wollte Kohfeldt nach dem Spiel im ARD-Interview so nicht stehen lassen. "Das kann ich ab. Das gehört in meinem Beruf dazu. Damit kann ich leben", so der Werder-Coach. Zu seiner Verteidigung wies er daraufhin hin, dass es Werders Philosophie sei, junge Spieler integrieren zu wollen.

Die möglichen Kritiker sind dann wahrscheinlich die, die mir drei Wochen vorher vorwerfen: 'Bring doch mal die Jungen!' Nochmal, ganz eindeutig: Ich nehme meine Mannschaft immer sehr gerne in Schutz. Aber in dem Fall würde ich mich gerne selber mal in Schutz nehmen.

Florian Kohfeldt am ARD-Mikrofon

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Jean-Manuel Mbom grätscht gegen Leipzigs Kevin Kampl.
Auch Jean-Manuel Mbom wurde von Florian Kohfeldt bereits in der Halbzeit ausgewechselt. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Fraglich erscheint allerdings, ob ausgerechnet gegen einen Gegner wie Leipzig "Jugend forscht" betrieben werden muss, denn dass der Plan mit Mbom und Dinkci nicht aufging, kam nicht gänzlich überraschend. Mbom hat in dieser Saison bereits mehrmals nachgewiesen, dass er erhebliche Probleme bekommt, wenn der Gegner das Tempo anzieht. Damit war gegen die kombinationsstarken Leipziger zu rechnen. Zweifelhaft erscheint zudem, einen jungen Stürmer ausgerechnet gegen die nach Gegentoren (22 vor dem Spieltag) beste Defensive der Liga debütieren zu lassen.

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Video vom 10. April 2021
Florian Kohfeldt sitzt bei der Pressekonferenz auf dem Podium.
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Fußball-Bundesliga, 10. April 2021, 15 Uhr