Nun also doch: Werder trennt sich von Kohfeldt – Schaaf übernimmt

Nach der 0:2-Niederlage am Samstag gegen Augsburg hat Werder Bremen Konsequenzen gezogen und den Trainer am Sonntagmorgen freigestellt.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt schaut beim Verlassen des Innenraumes im Augsburger Stadion etwas unsicher nach oben.
Nach dreieinhalb Jahren als Cheftrainer bei Werder Bremen ist für Florian Kohfeldt nun Schluss. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Es hatte sich am Samstagabend bereits angedeutet, dass Werder Bremen ins Endspiel gegen Gladbach ohne Florian Kohfeldt gehen würde. Am Sonntagvormittag bestätigte der Klub nun diesen Trennungsschritt.

Diese Entscheidung trägt auch der Werder-Aufsichtsrat und die Geschäftsführung mit, mit den Gremien hatte sich Sportchef Frank Baumann ausgetauscht.

Leider hatten wir nach dem Spiel in Augsburg nicht mehr die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt schaffen zu können. Daher haben wir am Abend nach dem Spiel mit den Gremien beraten und sind am Ende zu dieser Entscheidung gekommen. Wir sind weiterhin überzeugt, dass Florian Kohfeldt ein hervorragender Trainer ist, allerdings waren wir uns einig, jetzt noch einmal eine Veränderung vorzunehmen, um doch noch den Klassenerhalt zu erreichen.

Werder-Sportchef Frank Baumann

Thomas Schaaf übernimmt bis Saisonende

Werders Technischer Direktor Thomas Schaaf verlässt das Weser-Stadion
Werders Technischer Direktor Thomas Schaaf wird die Mannschaft für das Saisonfinale gegen Gladbach und die mögliche Relegation übernehmen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Nachfolger Kohfeldts wird Thomas Schaaf. Der 60-Jährige, der Werder Bremen bereits 14 Jahre trainiert hatte und unter anderem 2004 das Double mit den Grün-Weißen gewann, wird am Sonntag in das Quarantäne-Trainingslager nach Barsinghausen reisen und die Mannschaft in der Schlussphase der Saison betreuen.

Ihm zur Seite steht neben dem bisherigen Trainerteam auch Wolfgang Rolff, der als Co-Trainer fungieren wird. Mit Schaaf wurde vereinbart, dass das Engagement auf die letzte Bundesligapartie und mögliche Spiele in der Relegation begrenzt ist.

Schaaf ist sich der Herausforderung bewusst

Von Schaaf erhofft sich Baumann, dass er der Mannschaft durch seine Erfahrung "die unbedingte Überzeugung und den absoluten Willen" vermitteln kann für das entscheidende Spiel am kommenden Samstag, bei dem Werder sogar der direkte Abstieg drohen kann.

1999 war ihm die Rettung gelungen, damals führte er die Bremer zum Klassenerhalt und gewann wenige Tage später den DFB-Pokal. Schaaf selbst ist sich der großen Herausforderung und der knappen Zeit bewusst.

Das ist natürlich eine riesige Herausforderung, aber wir haben noch alle Möglichkeiten, um in der Liga zu bleiben. Wir haben nur wenig Zeit, werden aber alles tun, um mit Leidenschaft, Zuversicht und dem Glauben an unsere eigene Stärke in die Partie zu gehen und am Ende erfolgreich zu sein.

Werders Interimscoach Thomas Schaaf

Nach Pleite gegen Augsburg: Schafft Werder den Klassenerhalt noch?

Video vom 15. Mai 2021
Talk mit Yannick Lowin
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 16. Mai 2021, 19:30 Uhr