Kommentar

Kohfeldt – perfekter Repräsentant für Werder

Mit einem Vertrag über vier Jahre hat Werder Bremen Trainer Florian Kohfeldt ausgestattet. Das ist riskant, wird aber gut gehen, meint unser Kommentator Stephan Schiffner.

Florian Kohfeldt
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Eigentlich warten die Werder-Fans ja auf andere Nachrichten. Nämlich auf namhafte Verstärkungen wie Michael Gregoritsch oder Benjamin Henrichs. Doch es tut sich nichts momentan. Dann also mal eben die Vertragsverlängerung mit dem Trainer. Ohne Not hat sich Werder auf vier weitere Jahre mit Kohfeldt festgelegt. Durchaus riskant. Was passiert bei einer sportlichen Krise? Was bei einer möglichen Entlassung? Dann wird's teuer. Das Projekt kann natürlich scheitern.

Glaubwürdiges Auftreten und eloquente Art

Ich glaube aber, dass es gut geht. Denn Kohfeldt überzeugt. Weil er die Spieler besser macht, weil er attraktiv und erfolgreich kicken lässt. 53 Punkte, Pokal - Halbfinale, Trainer des Jahres. Das ist doch schon mal was. Und da geht noch mehr. Stichwort: Europapokal.

Außerdem identifiziert sich Kohfeldt total mit Werder. Obendrein ist er durch sein glaubwürdiges Auftreten und seine eloquente Art ein perfekter Repräsentant des Vereins.

Und noch was. Ein Drittel der Klubs geht mit Bundesliga-unerfahrenen Trainern ins Rennen. Glasner, Schreuder, Rose, Covic, Wagner und Beierlorzer. Kohfeldt gehört da schon zum Establishment und ist bereits im Fokus größerer Klubs. Die werden es schwer haben, ihn aus Bremen loszueisen. Weil Werder und Kohfeldt wissen, was sie aneinander haben.

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  • Stephan Schiffner

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 31. Juli 2019, 18:06 Uhr