Kohfeldt nach Gladbach? Für Werders Fritz sind das nur "Spekulationen"

Die Zukunft des Bremer Trainers ist für Clemens Fritz aktuell kein großes Thema. Für Florian Kohfeldt ist die Lage derweil sehr komfortabel – er kann nur gewinnen.

Florian Kohfeldt und Clemens Fritz stehen im Berliner Olympiastadion. Beide tragen einen Mundschutz.
Florian Kohfeldt ist einer der Trainerkandidaten bei Borussia Münchengladbach. Werders Sportlicher Leiter Clemens Fritz weicht Fragen zur Zukunft Kohfeldts lieber ein wenig aus. Bild: Gumzmedia / Nordphoto

Die Blicke in Fußball-Deutschland gingen am Mittwochmorgen allesamt nach Mönchengladbach. Um 9:30 Uhr hatte die Borussia mit ihrem Sportdirektor Max Eberl und dem scheidenden Cheftrainer Marco Rose zur Pressekonferenz geladen. Rose wechselt im Sommer zu Borussia Dortmund. Und die Entscheidung des Noch-Trainers sorgt bei den Mönchengladbacher Fans für viel Frust. Ein Banner mit der Aufschrift "Kein Söldner steht über dem Verein – sofort raus mit dem charakterlosen Schwein" prangt derzeit am Stadion der Borussia. Eberl, das stellte er klar, will aber dennoch bis zum Saisonende mit Rose weitermachen.

Ein Banner vor dem Gladbacher-Stadion fordert die sofortige Freistellung von Marco Rose.
Auf einem Banner vor dem Mönchengladbacher Stadion fordern Fans die sofortige Trennung von Marco Rose. Bild: Imago | Jan Huebner

Für die kommende Saison braucht Eberl aber einen neuen Cheftrainer. Und neben Jesse Marsch von Red Bull Salzburg und Gerardo Seoane von Young Boys Bern gilt auch Werders Coach Florian Kohfeldt als einer der Kandidaten. Bei den Fragen zur Zukunft von Kohfeldt macht der Sportliche Leiter Clemens Fritz allerdings lieber dicht. In einer Medien-Runde am Mittwoch verwies er stets auf den Vertrag des Trainers und darauf, dass dieser sich in Bremen sehr wohlfühle.

Ich weiß, dass Florian hier mit dem Herzen bei der Sache ist und sich sehr wohlfühlt in Bremen. Werder ist sein Herzensverein. Fakt ist, dass er Trainer von Werder Bremen ist. Und das auch sehr gerne. Alles andere sind Spekulationen. Klar ist es aktuell ein großes Thema, das sich in Gladbach etwas verändert hat. Für uns ist das intern nichts, worüber wir tagtäglich diskutieren.

Clemens Fritz, sportlicher Leiter Werder Bremen

Das Interesse aus Gladbach stärkt Kohfeldts Position

Laut Fritz werde das Thema derzeit von außen größer gemacht, als es intern tatsächlich sei. Dabei hätte Kohfeldt selbst dem Treiben schon ein Ende setzen können. Ein klares Bekenntnis zu Werder vermied er zuletzt allerdings. Aktuell kann er ohnehin nur gewinnen. Auf den Job in Mönchengladbach besitzt er dem Vernehmen nach nur Außenseiterchancen. Kohfeldt ist eine der Optionen, aber wohl nicht auf Rang eins der Wunschliste.

Falls die Wahl am Ende dennoch auf ihn fallen sollte, würde er schon bald ein Team trainieren, das stets um die Plätze im Europapokal mitspielen kann. Für ihn wäre dies ein echter Karriere-Boost. Und falls es nicht so kommen sollte, war sein Name immerhin bei einem Topklub im Gespräch. Nach der katastrophalen Vorsaison in Bremen stärkt auch dies sein Renommee.

Kommentar zu Kohfeldt-Spekulationen: Wie realistisch ist sein Weggang?

Video vom 16. Februar 2021
Sportblitz-Reporter Lowin steht vor dem Weser-Stadion
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 17. Februar 2021, 18:06 Uhr