Trotz brodelnder Gerüchteküche: Werder blendet die Trainer-Frage aus

In den vergangenen Tagen gab es wilde Spekulationen um Florian Kohfeldt und seine potenziellen Nachfolger. Jobgespräche sollen aber erst nach Saisonende erfolgen.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt breitet die Arme aus, um Ruhe ins Spiel seines Teams zu bringen.
Hat nur den Klassenerhalt mit den Bremern im Blick: Werder-Coach Florian Kohfeldt. Bild: Imago | Joachim Sielski

In den vergangenen Tagen brodelte die Gerüchteküche rund ums Weser-Stadion. Angeblich sei der Abgang von Werder-Trainer Florian Kohfeldt nach der Saison bereits beschlossen, mehrere Namen potenzieller Nachfolger machten die Runde. Kohfeldt selbst soll hingegen bei Bayer Leverkusen im Gespräch sein. Der Bremer gilt als Wunschkandidat Nummer Drei für den Trainerposten bei der "Werkself". Den Werder-Coach lassen jedoch die wilden Spekulationen um ihn und seine Zukunft kalt. Mehr noch: Er blendet sie aus.

Ich konzentriere mich nur auf eins: auf das nächste Spiel, um mit Werder Bremen die Klasse zu halten. Alles andere sind Fragen, mit denen ich mich überhaupt nicht beschäftige. 

Werder-Trainer Florian Kohfeldt bei der Pressekonferenz am Donnerstag

Werder kämpft noch um den Klassenerhalt

Kohfeldt denkt also so, wie es im Fußball für gewöhnlich der Fall ist: von Spiel zu Spiel. Drei davon hat Werder in der aktuellen Saison noch vor der Brust. Dreimal müssen die Bremer also noch ran, um den Klassenerhalt einzutüten. Ein Ziel, dem Kohfeldt sich komplett unterordnet: "Für alles andere ist in meinen Gedanken nullkommanull Platz. Es gibt von jetzt an kein links und rechts mehr."

Während Kohfeldt sich aufs Sportliche fokussiert, steht an anderen Stellen die Trainer-Frage im Blickpunkt. So berichtete die "Bild" am Mittwoch von einer "geheimen Trainer-Liste", die im Verein kursiere. Die Liste beinhalte fünf vermeintliche Kandidaten für die Kohfeldt-Nachfolge, die da wären: Dortmunds Edin Terzic, Kiels Ole Werner, Fürth-Coach Stefan Leitl und Ex-Werder-Spieler Bruno Labbadia sowie Pauli-Trainer Timo Schultz, der ebenfalls grün-weißen Stallgeruch aufweist. Alles Namen, die immer wieder am Osterdeich herumgeistern, wenn es schlecht um Kohfeldt steht. Wenig Überraschendes also.

Kohfeldt und Baumann setzen sich nach der Saison zusammen

Den Werder-Trainer selbst brachte am selben Tag wiederum die "Sport-Bild" mit Leverkusen in Verbindung. Bei Bayer ist nämlich weiter unklar, wie es nach der Saison für Interims-Coach Hannes Wolf weitergeht. Ob Kohfeldt dann überhaupt auf dem Markt ist, steht aber noch in den Sternen. Denn Fakt ist: Der Vertrag des 38-Jährigen läuft bei den Grün-Weißen noch bis 2023. Die Frage, ob der Werder-Coach auch in der kommenden Spielzeit noch "Florian Kohfeldt" heißt, klärt sich jedenfalls erst nach dem Liga-Finale.

Wir werden uns jetzt darauf konzentrieren, die Klasse zu halten, um uns dann nach der Saison zusammenzusetzen. So habe ich es zumindest mit Frank (Werder-Geschäftsführer Frank Baumann, Anm.d.Red.) besprochen.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt bei der Pressekonferenz am Donnerstag

Trainerdiskussion bei Werder: Jetzt redet Clemens Fritz

Video vom 3. Mai 2021
Clemens Fritz und Werder-Coach Florian Kohfeldt stehen am Rande des Trainings nebeneinander.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Mai 2021, 18:06 Uhr