Werder-Trainer Kohfeldt will im "Standardcoaching aktiver sein"

Werder will raus aus der Krise: Dafür will Florian Kohfeldt künftig Standards mehr trainieren. Außerdem müssen seine Spieler am freien Wochenende in Bremen bleiben.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt spricht im Interview am Rande des Trainingsplatzes.
Werder-Trainer Florian Kohfeldt spricht im Interview am Rande des Trainingsplatzes. Bild: Importer | Radio Bremen

Zehn Gegentore nach Standards hat Werder Bremen in dieser Saison bisher kassiert. So viel wie kein anderes Team in der Bundesliga. Darum soll der ruhende Ball nun in "nahezu jeder Trainingseinheit" eine Rolle spielen. Statt wie bisher nur einmal pro Woche. Und der Cheftrainer will sich dabei mehr einbringen, seinem Spezialisten, Ilia Gruev, jedoch nicht in die Parade fahren, sagte Florian Kohfeldt am Rande des Trainings am Freitag.

Es kann sein, dass ich in der nächsten Woche aktiver im Standardcoaching sein werde. Das heißt aber nicht, dass ich Ilia da etwas wegnehme. Die Standardgegentore sind zu allerletzt Ilias Schuld.

Werder-Trainer Forian Kohfeldt

Vom Abstiegskampf spricht Kohfeldt nicht. Trotz nur elf Punkten aus elf Spielen und sage und schreibe 24 Gegentoren bisher. Mehr Gegentreffer haben nur Mainz und Paderborn kassiert. Mainz steht auf dem Relegationsplatz, Paderborn ist Letzter. "Dass die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen in jedem Spiel, das wir gespielt haben, da war, dürfen wir nicht vergessen", sagte Kohfeldt dagegen und verweist auch auf die starken Gegner der Bremer – wie Dortmund, Leipzig und oder jüngst den Tabellenführer Mönchengladbach.

Man sei sich der "tabellarischen Situation" aber bewusst. Doch "eine Abkehr vom Grundweg" will Kohfeldt nicht. Eine Konsequenz aus den schlechten Ergebnissen und dem Tabellenstand hat der Trainer trotzdem gezogen.

Urlaubssperre für die Profis

In der aktuellen Länderspielpause gibt Kohfeldt seinen Spielern Sonntag und Montag frei vom Mannschaftstraining, am Samstag laufen die Spieler noch individuell. Aus Bremen verschwinden sollen sie aber nicht. Urlaubssperre. Es gehe darum, sich der Situation angepasst zu benehmen, so Kohfeldt. Und bei sieben sieglosen Bundesligaspielen in Folge ist Urlaub nicht opportun.

Jetzt ist nicht die Zeit, um auf einer Liege zu liegen. Jetzt ist die Zeit, um sich zu konzentrieren und zu punkten.

Florian Kohfeldt

Weiter geht es für die Fußball-Profis also mit der Trainingswoche ab Dienstag. Für das nächste Bundesligaspiel empfangen sie den Tabellensiebten Schalke 04 am 23. November um 15:30 Uhr.

* aktualisiert am 16. November 2019 um 10:48 Uhr. In einer alten Version hatten wir berichtet, dass das Training am Montag wieder beginnt. Das bitten wir zu entschuldigen.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 15. November 2019, 18:06 Uhr