3:1 gegen Köln: Ganz wichtiger Sieg im Abstiegskampf

Werder Bremen hat das Montagsspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den Tabellenletzten Köln gewonnen und nun schon fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Milos Veljkovic mit martialischem Jubelschrei nach seinem Treffer.
Endlich hatte es geklappt: Sein Treffer zum 1:0 war Milos Veljkovic' erstes Tor für Werder in seinem 54. Spiel. Bild: Imago | Eibner

Zwei Premieren für die zwei Männer mit den ähnlichen Namen: Milos und Milot – Veljkovic und Rashica – trafen heute für Bremen und sorgten zusammen mit Maximilian Eggestein für den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Für beide, den Innenverteidiger Veljkovic (33. Minute) und den Neuzugang Rashica (58. Minute), war es das erste Tor für die Bremer in der Bundesliga. Maximilian Eggestein machte in der 90. Minute dann alles klar. Köln hatte zwischenzeitlich durch den Japaner Yuya Osako (53.) zum 1:1 ausgeglichen.

Werder schiebt sich mit diesem 3:1-Sieg gegen den Tabellenletzten auf Rang 13 der Tabelle, mit einem Fünf-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz und sogar schon zwölf Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz 17, den der HSV belegt. Der 1. FC Köln bleibt Letzter und muss sich mehr und mehr mit der 2. Liga anfreunden

Pizarro wirbelt für Köln

Werder gewann damit erstmals seit dem 5. November 2011 wieder ein Bundesliga-Spiel gegen die Rheinländer. Die Bremer waren in einem wenig berauschenden Bundesliga-Spiel die aktivere Mannschaft mit der besseren Spielanlage und der größeren Torgefahr. Die Kölner fanden nach einer schwachen ersten Halbzeit erst nach der Pause ins Spiel. Insgesamt war es aber zu wenig, zumal es für die Kölner eine der letzten Chancen war, sich noch einmal im Abstiegskampf zurückzumelden. Doch der FC war in der Offensive viel zu harmlos und kam kaum zu nennenswerten Torchancen.

Einzig der einstige Werder-Fanliebling Claudio Pizarro, der mit 104 Treffern in 206 Spielen noch Werders Rekordtorjäger ist, ließ einige Male alte Klasse aufblitzen und ärgerte die Bremer mit der Torvorlage zum 1:1 und einer weiteren Großchance (76.).

Bei widrigen Bedingungen dauerte es eine gute halbe Stunde, ehe auch Werder zur ersten Torchance kam. Ein Schuss von Max Kruse von der Strafraumgrenze konnte Kölns Schlussmann Timo Horn aber parieren (29.). Vier Minuten später war es dann passiert: Nach einer Ecke von Zlatko Junuzovic war Velkovic zur Stelle. Die Kölner monierten noch ein Sperren von Bremens Thomas Delaney gegen FC-Verteidiger Dominique Heintz, doch für eine Aberkennung des Tores war die Aktion zu wenig.

Torschütze Rashica kurzfristig ins Team gerückt

Milot Rashica
Geht er rein? Ja, er geht rein. Milot Rashica, erst Minuten vor dem Spiel in den Kader gerückt, trifft zum vorentscheidenden 2:1 für Werder. Bild: imago | Revierfoto

Kurz vor der Pause hatte Winter-Neuzugang Rashica bereits die große Chance zum 2:0, als er aus halblinker Position den Ball bei freier Schussbahn über das Tor setzte. Der 21-jährige Kosovo-Albaner war kurzfristig ins Team gerückt, nachdem Bargfrede wegen Krankheit ausgefallen war. Rashica sorgte mit seinen Tempo-Dribblings für viel Wirbel. Nur wenige Minuten nach Kölns Ausgleich (53.) spielte Florian Kainz einen feinen Pass auf Rashica, der sich gegen Torhüter Horn durchsetzte und sich mit seinem ersten Bundesligator belohnte.

Verhaltene Proteste gegen Montagsspiel

Auch beim dritten Montagabendspiel der Saison haben Fans in Bremen gegen die bei den Anhängern umstrittene Anstoßzeit demonstriert. Sie kritisieren die Terminpläne in der Fußball-Bundesliga und sind der Meinung, dass diese zu sehr von Fernsehrechten abhängig sind. Anders als zwei Wochen zuvor in Dortmund fiel der Protest bei der Partie im Weser-Stadion aber verhalten aus. Ein paar hundert Ultras auf beiden Seiten blieben der Partie fern. Auf Transparenten machten die Fans ihrem Unmut Luft.

Ein weißes Plakat mit grüner Schrift hängt an einer Fußgängerbrücke. Darunter fährt ein Schiff zwischen Lagerhäusern aus Backstein.
Protest auch außerhalb vom Stadion: Dieses Plakat hing am Montag in der Innenstadt.

"Spieltagszerstückelung stoppen", stand auf einem der Banner in der Bremer Ostkurve. Selbst an der Teerhofbrücke in der Innenstadt hing ein Plakat mit der Aufschrift: "Werderfans gegen Montagspiel". In Dortmund hatte vor zwei Wochen ein Großteil der berühmten Südkurve die Begegnung gegen Augsburg boykottiert. In Frankfurt flogen im Februar hunderte Tennisbälle aufs Spielfeld.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Bundesligashow, 12. März 2018, 20 Uhr