Werder gehen die Innenverteidiger aus

Erst verletzte sich Milos Veljkovic, dann musste Niklas Moisander mit Gelb-Rot vom Platz – die 1:2-Niederlage gegen Bayern hatte für Werder einen unschönen Nebeneffekt.

Der Schiedsrichter zeigt Moisander die Gelb-Rote Karte, der mit gesenktem Kopf den Platz verlässt.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit unterlief Werders Abwehrchef Niklas Moisander ein Foul gegen Robert Lewandowski – dafür sah er die Gelb-Rote Karte. Bild: Imago | Mis

Die zweite Minute der Nachspielzeit lief bereits, da ging Niklas Moisander etwas zu hart in einen Zweikampf mit Bayerns Robert Lewandowski. Werders Abwehrchef hatte keine Chance, den Ball noch zu erreichen. Und da Moisander in der ersten Halbzeit bereits mit Gelb verwarnt war, blieb Schiedsrichter Christian Dingert keine Wahl – er schickte den Finnen mit Gelb-Roter Karte vom Platz.

Trainer Florian Kohfeldt war ohnehin schon in Rage, und seinem Ärger machte er auch jetzt wieder Luft. Es hatte sich viel angestaut in diesem Heimspiel, das so gar nicht verlaufen war, wie Kohfeldt es sich ausgerechnet hatte.

Mich hat das sehr geärgert und das ist kein Vorwurf an Niklas. Aber in diesem Moment wusste ich, dass wir gegen Düsseldorf ohne Niklas und ohne Milos spielen.

Werder-Coach Florian Kohfeldt

Veljkovic fällt doch länger aus

Veljkovic wird auf dem Boden sitzend am Oberschenkel behandelt.
Bitter: Milos Veljkovic hatte in dieser Saison in zehn von 13 Saisonspielen durchgespielt. Bild: Imago | Nordphoto

Denn schon in der 63. Minute hatte Kohfeldt seinen zweiten Stamm-Innenverteidiger verloren. Milos Veljkovic hatte sich eine Adduktorenverletzung zugezogen und damit wird auch er am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf nicht zur Verfügung stehen. "Er hat einen stechenden Schmerz im Oberschenkel gespürt", erklärte Kohfeldt später: "Mein Gefühl sagt mir, dass es keine Sache für ein oder zwei Tage ist." Die Befürchtungen bestätigten sich am Sonntag nach einer MRT-Untersuchung: Veljkovic zog sich einen Muskelfaserriss im linken Hüftbeuger zu.

Es ist zum Glück keine schwerere Verletzung, dennoch wird Milos eine Weile nicht dabei sein können. Wir hoffen jedoch, dass er noch vor Weihnachten wieder auf dem Platz stehen wird.

Werder-Coach Florian Kohfeldt am Sonntag

Für den Serben war Sebastian Langkamp am Samstag eingesprungen, dabei wollte Kohfeldt eigentlich gerade Stürmer Milot Rashica bringen. Der musste nun draußen bleiben. "Das tat mir auch sehr leid für ihn", meinte der Werder-Coach, aber mit der Systemumstellung war kein Platz mehr für den flinken Rashica. Nun muss Kohfeldt am Freitagabend wieder umdisponieren, dennoch gab er sich optimistisch: "Ich bin froh, dass wir mit Sebastian Langkamp und Marco Friedl zwei weitere Innenverteidiger haben." Ob seine Hoffnung begründet ist, wird sich am Freitagabend zeigen.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 1. Dezember 2018, 18:45 Uhr