Trotz Füllkrug-Traumtor: Werder unterliegt Kiel mit 1:2

Werders Spieler sind nach einem Gegentor sichtbar frustriert.

Das Werder-Chaos hinterlässt Spuren – "Müssen wahnsinnig aufpassen"

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Nach 0:1-Pausenrückstand erzielt Niclas Füllkrug mit einem feinen Heber den Ausgleich. Am Ende stehen die Bremer dennoch mit leeren Händen da.

Rückschlag für Werder: Unter Leitung von Interimscoach Christian Brand haben die Bremer am Samstagabend ihr Auswärtsspiel bei Holstein Kiel verloren. Nach 101 Spielminuten unterlagen die Grün-Weißen starken Kielern mit 1:2 (0:1).

Kiel dominiert die Anfangsphase

Schon die ersten Minuten hatten den gastgebenden Kielern gehört. Gleich mehrfach kamen die "Störche" zum Abschluss und ließen Werder-Keeper Jiri Pavlenka nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Nach einer knappen Viertelstunde wachten die Bremer aber auf und hatten durch Marvin Ducksch die große Chance zu Führung. Doch der Bremer scheiterte aus guter Einschussposition an Kiel-Keeper Thomas Dähne (14. Minute). Anschließend kamen beide Teams zu Chancen, wenn auch mit einem Übergewicht für die Hausherren. Folgerichtig erzielte der eingewechselte Joshua Mees mit einem sehenswerten Seitfallzieher die 1:0-Pausenführung für die Kieler.

Werder-Angreifer Niclas Füllkrug hebt den Ball zum Tor.
Mit einem feinen Heber erzielt Werder-Stürmer Niclas Füllkrug den 1:1-Ausgleichstreffer. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Nach Wiederanpfiff unterbrach Schiedsrichter Harm Osmers die Partie für knapp drei Minuten, da Werder-Fans die Kieler Hälfte mit Bengalo-Rauch eingenebelt hatten. Als der Ball wieder rollte, gingen die Bremer in die Offensive – und das mit Erfolg. Nach einem dicken Torwartfehler kam Werder zum Ausgleich: Kiel-Goalie Dähne hatte sein Tor verlassen und den Ball ins Seitenaus vertändelt. Den fälligen Einwurf warf Ducksch zu Sturmpartner Niclas Füllkrug der per feinem Heber aus rund 25 Metern ins leere Tor traf (57.).

Wenig später aber ging Kiel wieder in Führung: Nach einem Pfostentreffer von Alexander Mühling schob der sträflich alleingelassene Benedikt Pichler den Ball problemlos über die Linie (65.). In der hektischen Schlussphase fiel kein weiterer Treffer mehr, sodass die Bremer nach elfminütiger Nachspielzeit als Verlierer vom Platz gingen.

Christian Brand ist Werders neuer Trainer – für ein Spiel

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. November 2021, 23 Uhr