5 Fakten vor Werders Heimspiel gegen Hertha

Für Trainer Kohfeldt sind die Berliner nach drei Siegen in Folge die "Mannschaft der Stunde". Aber der letzte Sieg der Hertha in Bremen ist schon ewig her.

Milot Rashica und Davy Klaassen schauen sich lachend an auf dem Weg zum Trainingsplatz.
Bestens gelaunt: Milot Rashica (links) und Davy Klaassen gehen optimistisch in die Partie gegen Berlin. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

1 So schnell kann's gehen

Mit Bremen (acht Punkte) und Berlin (zehn Zähler) treffen der Elfte und der Zehnte der Tabelle aufeinander. Langeweile kommt dennoch nicht auf, ein Mittelfeld gibt es in dieser extrem engen Saison im Grunde gar nicht. Nach vier Spieltagen war Hertha BSC mit einem Punkt Letzter, drei Siege später sind es nur noch vier Zähler auf die Bayern auf Rang drei. Ante Covic hat sich binnen kürzester Zeit vom Krisentrainer zum Erfolgscoach gewandelt – so schnell geht es heutzutage im Fußball.

2 Die Null steht nicht

Bremens Offensive liefert mit großer Zuverlässigkeit: Seit Beginn der letzten Saison gelang der Elf von Florian Kohfeldt nur in zwei von 41 Bundesliga-Spielen kein Tor. Es hapert allerdings in der Defensive, 16 Gegentreffer nach sieben Spieltagen sind natürlich viel zu viele, in der gesamten Rückrunde 2018/19 waren es nur 20. In keinem der acht Pflichtspiele dieser Saison konnte Torhüter Jiri Pavlenka seinen Kasten sauber halten, zu Hause blieben die Bremer sogar seit dem 10. Februar nicht mehr ohne Gegentreffer (damals 4:0 gegen Augsburg, danach inklusive des 2:3 im Pokal-Halbfinale gegen Bayern noch zehn Heimspiele mit Gegentoren).

3 Bremer Erfolgsserie gegen Berlin

Im direkten Duell der beiden Stadtstaaten hatten die Kicker von der Weser zuletzt regelmäßig die Nase vorne: Werder ist aktuell gegen kein anderes Team so lange ungeschlagen wie gegen Hertha (elf Spiele – fünf Siege, sechs Remis). Gerade in Bremen war für die Hauptstädter in den letzten Jahren wenig zu holen, Hertha nahm aus den vergangenen elf Spielen in Bremen ganze zwei Punkte mit. Herthas letzter Sieg in Bremen datiert vom 11. März 2006 (3:0 durch Tore von Kevin-Prince Boateng, Marcelinho und Yildiray Bastürk).

4 Schwachpunkt: linke Abwehrseite

Werder ist nach Bällen vom Flügel anfällig – und das speziell auf der linken Abwehrseite. Das 1:2 in Frankfurt war das 3. Gegentor nach einer Flanke und stets kam der Ball von Bremens linker Abwehrseite, auf der Ludwig Augustinsson seit Saisonbeginn wegen einer Knieverletzung fehlt. Inklusive der Standards fing Werder elf der 16 Gegentore über die linke äußere Abwehrseite. Die zweitmeisten Gegentreffer über links hinten fing Hertha BSC (sechs), auch hier klemmt es auf dieser Seite. Über ihren rechten Flügel wurden die Berliner dagegen noch gar nicht und die Bremer auch nur einmal bezwungen.

5 Jubiläum für Sahin in seinem x-ten Frühling

Nuri Sahin steht vor seinem 250. Bundesliga-Spiel, sein erstes bestritt der inzwischen 31-Jährige mit zarten 16 Lenzen am 6. August 2005 für Dortmund in Wolfsburg (der mutige Trainer war Bert van Marwijk) – damit ist der Türke immer noch der jüngste Bundesliga-Spieler der Historie. Sahin erlebte eine Karriere mit Höhen und Tiefen, momentan ist Sahin in Topform und nach einer durchschnittlichen ersten Saison in Bremen (20 Einsätze, zwei Scorer-Punkte) absolut gesetzt. Sahin verteilt vor der Abwehr die Bälle, arbeitet defensiv viel und entfacht auch Torgefahr: Er bereitete schon drei Treffer vor und gab ligaweit die zweitmeisten Torschussvorlagen.

Die fleißigsten Vorbereiter der Saison

RangSpielerAssists zu TorenTorschussvorlagen
1.Joshua Kimmich327
2.Nuri Sahin326
Daniel Brosinski226
4.Christian Günter425
5.Christopher Trimmel121

Werder und das Plus an Qualität

Die Werder-Spieler beim gemeinsamen Warmlaufen vor dem Training.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 18. Oktober 2019, 18:06 Uhr