Verdirbt Werder dem BVB die Herbstmeisterschaft?

Um 18:30 Uhr will Werder schaffen, was noch keinem Klub in dieser Saison gelang: ein Sieg gegen Dortmund. Aber gewinnt der BVB auch heute, wäre die Herbstmeisterschaft perfekt.

Werder-Spieler um Max Kruse und Davy Klaassen umarmen Torschütze Josh Sargent.
Gegen Düsseldorf hatte Werder Grund zum Jubeln – gegen den BVB heute auch? Bild: Imago | Jan Huebner

Es wäre ein grün-weißes Déjà-vu zur rechten Zeit: Fast genau vor einem Jahr war es der Mannschaft von Florian Kohfeldt tatsächlich gelungen – ein Sieg im Dortmunder Westfalenstadion. Mit 2:1 gewann Werder Bremen am 9. Dezember 2017 durch die Tore von Maximilian Eggestein und Theodor Gebre Selassie und damals wie heute war das ein kleines Kunststück.

Nur die Hertha holte einen Punkt in Dortmund

Denn kaum eine Stadion-Kulisse ist so imposant wie jene in Dortmund, und mit der "gelben Wand" gegen sich ist es schon so manchem Bundesligisten schwer gefallen, beim BVB etwas auszurichten. Mehr noch in dieser Saison, die Borussia ist ungeschlagener Tabellenführer. In bisher 14 Partien ließen die Schwarz-Gelben nur drei Mal ein Remis zu (gegen Hannover, Hoffenheim, Berlin) und einzig die Hertha schaffte es, einen Punkt aus dem Westfalenstadion mitzunehmen.

Werders Stürmer-Oldie Claudio Pizarro meinte vor der Partie bei buten un binnen aber noch selbstbewusst: "Es ist natürlich immer etwas möglich." Doch auch der 40 Jahre alte Peruaner hat gemerkt, wie gut der BVB in dieser Saison unter Coach Lucien Favre drauf ist. "Es wird ein sehr schwieriges Spiel, aber der letzte Sieg von uns gegen Düsseldorf war wichtig für uns", fügte Pizarro hinzu: "Man hat gesehen zuletzt, nach einem Sieg sind bei uns zwei, drei hintereinander gekommen."

Insidertipps für Kohfeldt

Dortmund geht jedoch mit einer Serie von fünf Siegen und einer breiten Brust gegen Werder in die Partie – und könnte bei einem weiteren Sieg heute Abend vorzeitig die Herbstmeisterschaft perfekt machen. Es wäre das vierte Mal für die Borussen, aber noch wollen sie davon gar nichts hören.

Herbstmeister ist ein Titel, der kein Titel ist. Damit wollen wir uns gar nicht beschäftigen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc

Wichtiger ist für die Westfalen aber das gute Omen: Denn nach den Herbsttiteln 1994, 1995 und 2010 wurden sie immer auch deutscher Meister. "Wenn, wenn, wenn. Das ist nicht gut", wiegelte Favre ab: "Es bringt nicht viel, darüber zu sprechen." Bewusst ist sich der Schweizer Trainer dagegen aber der Bremer Stärken: "Bremen probiert immer, mit den Verteidigern eine Überzahl herzustellen. Aber sie sind auch im Mittelfeld und vorne sehr gefährlich." Zudem hat Kohfeldt jede Menge Insidertipps für dieses Spiele bekommen: Von Max Kruse über Favre und von Nuri Sahin über Dortmund. Es könnte reichen, um dem BVB zumindest ein bisschen zu ärgern.

Werders Devise: Keine Angst vorm BVB

Sahin, Möhwald und Rashica während des Trainings beim Kampf um den Ball.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. Dezember 2018, 18:06 Uhr