Werders Werner ist heiß aufs Nordduell

Werder-Coach Werner hofft auf Hattrick in Hannover

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Am Sonntag muss Werder bei Hannover 96 ran und der neue Bremer Coach Ole Werner freut sich auf sein Gegenüber Christoph Dabrowski. Für beide geht es um viel.

Im Nordduell zwischen Hannover 96 und Werder Bremen treffen in der 2. Liga zwei Trainer aufeinander, die einiges gemeinsam haben. Die beiden neuen Coaches – Ole Werner bei den Bremern und Interimstrainer Christoph Dabrowski bei den 96ern – haben bisher zwei Ligapartien mit ihren Vereinen bestritten: In beiden Spielen gingen sie jeweils als Sieger vom Platz.

Werner hat zudem mit dem derzeitigen Hannover-Trainer schon in einer unteren Liga Bekanntschaft gemacht: "Ich kenne Christoph Dabrowski noch aus Duellen in der Regionalliga Nord, von daher habe ich eine Vorstellung davon, wie Hannover 96 Fußball spielt. Das war auch in den letzten beiden Spielen zu erkennen", sagte Werner am Freitag.

Spiel entscheidet über Dabrowskis Zukunft

Und auch sonst hat das Nordduell am Sonntag um 13:30 Uhr für beide Klubs eine große Bedeutung: Der Tabellen-13. kann die Bremer mit einem Erfolg von einem Sprung nach oben in der Tabelle abhalten. Die Hanseaten belegen den neunten Platz, drei Punkte vom Relegationsrang entfernt. Bei 96 soll danach entschieden werden, ob Interimstrainer Christoph Dabrowski auch zur Dauerlösung wird.

Vor dem Nordduell hat Werner vor den Fähigkeiten von Hannover 96 gewarnt. Das was er in den vergangenen Wochen bei den Hannoveranern wahrgenommen habe, sei eine gut funktionierende Gruppe, die "eine gute Kompaktheit hat, gemeinschaftlich auf unterschiedlichen Höhen sehr aggressiv verteidigt und immer wieder gefährlich wird, wenn es über hochgeschobene Außenverteidiger nach vorne geht".

Hannover hat sich gesteigert

Die Niedersachsen seien "sicherlich von der Qualität her eine Mannschaft, die in eine andere Tabellenregion gehört, als es die erste Hälfte der Saison vermuten lässt", sagte Werner. "Insgesamt eine Mannschaft, die schon im Kader sehr hohe Qualität mit sich bringt und viele Positionen doppelt gut besetzt hat", lobte er.

Mit dem Gegner verbindet 96-Coach Dabrowski besondere Erinnerungen: Im Trikot von Werder Bremen traf er im Mai 1999 im ersten Spiel unter der Leitung von Trainer Thomas Schaaf gegen den FC Schalke 04 zum 1:0-Sieg und sorgte für einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf.

Werders Corona-Genesene mit dabei

Am Wochenende kommt es auch für Stürmer Marvin Ducksch zum emotionalen Wiedersehen mit dem Ex-Club aus Hannover. Seit dem fünften Spieltag geht Ducksch für die Bremer auf Torejagd. Er traf zuletzt aber auch in beiden Spielen unter der Regie von Ole Werner. Genau wegen dieser Torjäger-Qualitäten vermissen ihn die in dieser Saison mit 13 Treffern so torarmen 96er auch sehr.

Für Hannover schoss Ducksch zwischen 2019 und 2021 in 70 Spielen 34 Tore. Sein Nachfolger Lukas Hinterseer traf in zehn Zweitliga-Spielen für Hannover bislang noch kein einziges Mal und fällt gegen Werder auch noch wegen eines positiven Coronatests aus. Auf Seiten der Bremer fehlt unter anderem Lars Lukas Mai nach seinem positiven Corona-Test. Nicolai Rapp, Niklas Schmidt und Eren Dinkci hingegen sind nach ihren Infektionen wieder mit im Kader der Grün-Weißen vertreten.

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 16. Dezember 2021, 18:06 Uhr