Ducksch hält sein Wort und macht Werder Hoffnung auf die Bundesliga

Ducksch zum Werder-Sieg bei 96: "Es war ein sehr kurioses Spiel"

Bild: Imago | Nordphoto

Der Bremer Stürmer traf beim 4:1 gegen Hannover 96 gegen seinen Ex-Klub, freute sich darüber aber verhalten. Der Transfer im Sommer entpuppt sich immer mehr als Coup.

Am Ende hielt er Wort. Dabei hätte Marvin Ducksch in der 51. Minute eigentlich allen Grund zum Jubeln gehabt. Mit einer kuriosen Kopfball-Bogenlampe brachte Werders-Stürmer sein Team mit 2:1 in Führung, aber feiern lassen wollte er sich dafür nicht. Bereits unter der Woche hatte der 27-Jährige angekündigt, sich im Falle eines Tores gegen seinen Ex-Klub bei der Freude über dieses zurückzuhalten.

"Ich hatte hier zwei schöne Jahre. Das ist ein wenig Respekt von mir", sagte Ducksch nach dem Spiel am ARD-Mikrofon. Beim 1:1 im Hinspiel am 24. Juli hatte er noch seinen jetzigen Teamkollegen das Leben schwer gemacht und für die Hannoveraner zum Ausgleich getroffen. Einige Wochen später erhielt der damalige Coach Markus Anfang seinen Wunschspieler, denn Werder lotste den Stürmer doch noch von der Leine an die Weser.

Wildes Spiel für Werder

Nach Anfangs überraschendem Ende läuft es für die Bremer unter dem neuen Coach Ole Werner richtig gut. Das 4:1 in Hannover war allerdings nicht so deutlich, wie das Ergebnis es vermuten lässt. Ducksch emfand es als "ganz komisches Spiel mit Slapstick-Einlagen".

Das Freistoßtor, mein Tor und dann schießen wir uns selber nochmal an und der Ball springt gegen die Latte. Es war kurios, aber wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir verdient gewonnen.

Marvin Ducksch am ARD-Mikrofon

Trubel hat das Team nicht umgehauen

Vor allem machte das Werder-Spiel aber wieder viel Spaß. Unter Ole Werner läuft es bisher einfach. "Er hat neuen Schwung reingebracht", erzählte Ducksch. Dabei sei es nicht selbstverständlich gewesen, dass das Team die "turbulenten Wochen" so gut überstanden hat.

Wir haben vier Spiele mit vier verschiedenen Trainern gespielt. Das musst du erstmal verkraften. Jetzt ist ein bisschen Ruhe reingekommen.

Marvin Ducksch am ARD-Mikrofon

Freude auf die Feiertage

Ruhe wird es auch über die Feiertage geben. Die Partie in Hannover war die letzte im Jahr 2021. "Wir haben ein bisschen Zeit, um uns auszukurieren", nennt Ducksch es. Im neuen Jahr soll dann daran gearbeitet werden, Werners Spielidee noch besser umzusetzen. In dieser spielt Ducksch natürlich eine Hauptrolle.

Dabei konnte dieser, wie er am Sonntag erzählte, sich eigentlich "nicht ausmalen", dass er in der Saison noch den Verein wechselt. Doch an der Weser sind sie froh, hartnäckig geblieben und den Transfer klargemacht zu haben. Mit neun Treffern und vier Vorlagen erfüllt Ducksch die Erwartungen bisher komplett. Und macht nach einem Stotterstart in der 2. Liga Hoffnung darauf, dass die direkte Rückkehr in die Bundesliga doch gelingt.

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Autor

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit sportblitz, 19. Dezember 2021, 19:30 Uhr