Darum wird Werder-Stürmer Ducksch diesen Jubel am Sonntag nicht zeigen

Werders Marvin Ducksch vor Wiedersehen mit Ex-Club

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Marvin Ducksch ist im Sommer von Hannover zu Werder gewechselt. Nun blickt er auf die Zeit zurück und erklärt, warum das Spiel am Sonntag gegen seinen Ex-Klub für ihn besonders ist.

Nachdem Werders Torjäger Marvin Ducksch getroffen hat, sieht es immer so aus, als wolle er kleine Kinder erschrecken: Bei seinem Jubel formt er sich aus seinen Händen zwei "Hörner", die sich vom Kopf absetzen. Dabei zieht er die Stirn hoch und streckt die Zunge weit heraus.

Wie Ducksch erzählt, geht der Jubel auf einen guten Freund zurück, der ihn in einer schweren Zeit seiner Karriere unterstützt habe. Damals habe der Stürmer sogar daran gedacht, mit Fußball aufzuhören.

Er hat versucht, mich mit irgendwelchen Gesten aufzumuntern und mit dieser Geste hat er mich irgendwann richtig zum Lachen gebracht. Deswegen ist das ein Zeichen von mir an ihn zurück.

Marvin Ducksch, Werder-Stürmer

Kein Jubel gegen Hannover

Marvin Ducksch auf der Werder-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Hannover 96
Vorfreude auf das Spiel am Sonntag gegen Hannover: Werder-Stürmer Marvin Ducksch. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Werder-Fans, die sich auch gegen Duckschs alten Arbeitgeber Hannover 96 auf diesen besonderen Jubel gefreut hatten, muss der Stürmer aber enttäuschen: "Erstmal werde ich natürlich alles geben, um meiner Mannschaft zu helfen und wenn es dann zum Tor führt, ist es für mich ganz klar, dass ich keinen Jubel mache."

Obwohl der Torjäger in Hannover pro Saison immer jeweils mindestens 15 Tore geschossen hat, war es sportlich aus seiner Sicht keine gute Zeit: "Wenn man die Tabellenplätze sieht, war es nicht das, was ich mir persönlich vorgenommen habe." In Duckschs erster Saison 2019/20 bei Hannover ist das Team Sechster geworden. Die letzte Saison schloss das Team als 13. ab.

Immer noch viel Kontakt zu Hannover-Spielern

Obwohl Ducksch sich sportlich mehr in Hannover erhofft hatte, habe er persönlich "zwei echt gute Jahre gehabt." Hannovers Außenspieler Linton Maina wurde ein sehr guter Freund. Am Wochenende bei Hannovers Sieg gegen Ingolstadt hatte ausgerechnet Maina den Treffer zum 2:1-Endstand erzielt.

Er (Linton Maina, Anm. d. Red.) ist einer der besten Spieler in der 2. Liga im offensiven Bereich. Ich kenne seine Qualitäten. Vielleicht kann ich da den Jungs ein paar Tipps mitgeben.

Marvin Ducksch, Werder-Stürmer

Auch zu anderen Spielern von Hannover habe Ducksch noch regelmäßigen Kontakt, "und ich glaube auch, dass der bestehen bleibt", sagt der Werder-Stürmer: "Klar werde ich mit dem einen oder anderen nochmal telefonieren und wahrscheinlich auch ein paar Späße über das Spiel machen."

Ziel mit Werder? "Platz eins oder zwei"

Bisher läuft es für Ducksch sportlich bei Werder mit dem neunten Platz nicht besser als in Hannover. Trotzdem erkennt der Stürmer einen Unterschied: "Der Tabellenplatz sieht gerade nicht so gut aus, das ist Mittelfeld, aber der Anschluss nach oben ist da. Mit drei Punkten sieht die Tabelle dann auch nochmal ganz anders aus."

Und welche Platzierung müsste am Ende für Werder stehen, damit Ducksch zufrieden wäre? Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: "Eins oder zwei." Klare Ziele also, die der Stürmer für die Rückrunde hat. Die kann er schon am Sonntag ab 13:30 Uhr mit einer guten Leistung und Toren untermauern – auch wenn er dabei auf den "Hörner-Jubel" verzichtet.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. Dezember 2021, 18:06 Uhr