Werder trägt Trauer: "Es ist eine riesige Leere in mir"

Frust, Enttäuschung, Ernüchterung: Beim SVW hängen kollektiv die Köpfe nach dem Abstieg aus der Bundesliga. Worte zu finden, fiel da den Werder-Beteiligten schwer.

Joshua Sargent hält sich die Hände frustriert über den Kopf und schaut nach unten.
Joshua Sargent war nach Werders Abstieg den Tränen nahe. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Als der Abpfiff ertönte war es mucksmäuschenstill im Bremer Weser-Stadion. Fassungslosigkeit und Entsetzen war den Gesichtern der Werder-Profis anzusehen, der zweite Bundesliga-Abstieg nach 1980 traf die Hanseaten bis ins Mark. Gegen Borussia Mönchengladbach gab es ein 2:4, der Thomas-Schaaf-Effekt verpuffte.

Werder-Trainer Thomas Schaaf:

Es hat nicht gereicht, was wir geliefert haben. Wir haben es leider nicht so umsetzen können, wie wir es uns vorgenommen haben, mit mehr Überzeugung, mit mehr Selbstbewusstsein. Das frühe Gegentor hilft dir natürlich nicht, selbst auf die Beine zu kommen. Mitte der ersten Hälfte waren wir besser drin, wir haben die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich vergeben, den wir gebraucht hätten. Nach dem zweiten Gegentor fallen noch mehr die Köpfe. Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Es ist eine Riesenenttäuschung und Leere bei mir. Ich habe es versucht und hatte gehofft, dass ich der Mannschaft noch so viel mitgeben kann, dass es reicht.

Werder-Trainer Thomas Schaaf bei Sky

Werder-Kapitän Niklas Moisander:

Das ist ein trauriger Tag für die ganze Stadt, den Verein und die Fans. Es tut mir leid, dass wir abgestiegen sind. Es ist schwer, Worte zu finden.

Werder-Kapitän Niklas Moisander bei Sky

Werder-Sportchef Frank Baumann:

Das ist sehr schwer zu verarbeiten. Ich bin seit 22 Jahren mit vollem Herzen bei Werder. Deshalb ist das ist eine brutale Enttäuschung, eine große Trauer, die schwer in Worte zu fassen ist. Die Werder-Fans mussten sehr leiden in dieser Saison.

Werder-Sportchef Frank Baumann in der ARD

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Ex-Werder-Profi Ivan Klasnic:

Ich bin geschockt – immer noch. Werder Bremen in der 2. Liga – wer hätte das gedacht? Ob jetzt Thomas oder Kohfeldt – kein Trainer hätte sie heute gegen Gladbach retten können. Jeder Spieler muss sich Gedanken machen, was er dieses Jahr geleistet hat.

Ex-Werder-Profi Ivan Klasnic bei "t-online.de"

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD):

Es ist ein total bitterer Tag für Werder, für alle Fans, für mich und ganz Bremen. So einen Tag möchte man nicht gerne erleben. Das ist jetzt der Abstieg, aber das ist natürlich nicht das Ende aller Zeiten. Wir stehen ja zu unserem Verein und ich bin überzeugt, dass wieder bessere Zeiten kommen.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) in der ARD

Werders Abstieg: Bremen inmitten der Achterbahn der Gefühle

Video vom 22. Mai 2021
Zwei Werder-Fans hocken tief enttäuscht vor dem Weserstadion.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Fußball-Bundesliga, 22. Mai 2021, 15:30 Uhr