Gebre Selassie nach K.o. noch nicht wieder o.k.

Gleich im ersten Testspiel im Trainingslager hatte es den Werder-Verteidiger bei einem Zusammenprall ausgeknockt – nun ist Gebre Selassie immer noch nicht ganz fit.

Gebre Selassie sitzt nachdenklich beim Training an der Bande.
Geduld ist gefragt bei Gebre Selassie: Der Außenverteidiger bekam im Testspiel im Trainingslager einen Ellbogen-Check an den Kopf und wurde ausgeknockt. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Es passierte im ersten Testspiel der Bremer im Zillertal gegen WSG Swarovski Tirol, als Theodor Gebre Selassie nach einem Zusammenprall kurz K.o. ging und ausgewechselt werden musste. Werder-Trainer Florian Kohfeldt war danach sichtlich angefasst, schließlich sollte es ja eigentlich nur ein harmloser Sommer-Kick im Trainingslager sein.

Der Tiroler Felix Adjei ging allerdings ziemlich übermotiviert zur Sache, was Kohfeldt so echauffierte. "Das war eine Frechheit. Das Spiel ist zehn Sekunden alt und er springt da rein, als ob es das WM-Finale wäre. Da habe ich im ersten Testspiel gleich wieder Puls." Ersten Tests zufolge hatte sich Gebre Selassie keine Gehirnerschütterung zugezogen, doch die Spätfolgen des Knockouts sind auch zehn Tage später noch nicht verschwunden.

Es ist nichts Schlimmes, aber er ist noch nicht im Normbereich. Theo wird täglich von einem unabhängigen Mediziner neurologisch untersucht. Wichtig ist, dass er danach voll einsteigen und in Grassau mitmachen kann.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Mittwoch

Keine Gehirnerschütterung, aber einen eigenen Neurologen

Gebre Selassie sprintet mit gequältem Gesichtsausdruck vor Johannes Eggestein beim Werder-Training.
Quälen fürs Comeback: Gebre Selassie (vorne) absolvierte am Mittwoch hauptsächlich individuelles Training. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Für die beiden Testspiele am Samstag in Lohne wird es für Gebre Selassie wohl nicht reichen, doch im anschließenden zweiten Trainingslager im Grassau ab dem 26. Juli soll der 32 Jahre alte Tscheche wieder mitmischen können – so hofft es Kohfeldt. Und der betont auch stets, dass er mit seinen Spielern keine gesundheitlichen Risiken eingehen will, und so lässt er auch dieses Mal Vorsicht walten. Aber stünde ein Bundesligaspieltag an, so würde Gebre Selassie vermutlich spielen.

Dennoch ist die Sorgfalt und der Aufwand, die für den Außenverteidiger betrieben werden, schon bemerkenswert. Gebre Selassie wird täglich einem neurologischen Test unterzogen, den ein eigens engagierter Neurologe durchführt. Dass es aber keine Gehirnerschütterung sei, bestätigte Kohfeldt auch am Mittwoch noch einmal mit Nachdruck. Um komplett am Mannschaftstraining teilzunehmen, reichte es für Gebre Selassie noch nicht. Er spulte nach Kohfeldts Taktik-Teil gemeinsam mit Johannes Eggestein ein individuelles Programm ab – Kopfbälle vermied er dabei.

Werders Bilanz nach dem Trainingslager

Werderspieler beim Training im Zillertal.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 7. Juli 2019, 19:30 Uhr