So schwärmt Werders Füllkrug von seinem Sturm-Buddy Ducksch

Werders neuer Erfolgsgarant: Bremen feiert Füllkrug

Bild: Imago | Joachim Sielski

Mit Marvin Ducksch versteht er sich prächtig, erzählte Niclas Füllkrug im NDR-Sportclub. Noch nie habe er einem Spieler lieber einen Elfmeter überlassen.

Werders Leistung am Sonntag gegen Dynamo Dresden war durchwachsen, reichte aber dennoch für drei Punkte, denn Niclas Füllkrug machte für die Bremer den Unterschied und erzielte beim 2:1-Sieg beide Treffer. Auch Marvin Ducksch hatte wieder seine Finger im Spiel und spielte vor Füllkrugs erstem Tor einen tollen Doppelpass mit dem Torschützen.

Füllkrug jagt aktuell seine Bestmarke. Acht Tore hat er in den vergangenen sieben Spielen erzielt, 13 Treffer hat er nun insgesamt auf dem Konto. Sein Rekord liegt bei 14 Toren. So häufig traf er in der Saison 2015/16 in der 2. Liga für den 1. FC Nürnberg und in der Saison 2017/18 für Hannover 96 in der Bundesliga. Kaum vorstellbar, dass er diese Marke in den kommenden neun Spielen nicht knackt. Er selbst will davon aber nicht viel wissen, sondern spricht viel lieber über seinen Sturmpartner.

Ich bin froh, dass es mit Duckschi so gut klappt. Wir beide haben uns zusammen etwas vorgenommen, aber das verrate ich nicht. Mittlerweile haben wir zusammen 43 Scorer-Punkte gemacht. Das ist eine Menge. Man sieht auch beim ersten Tor wieder, dass wir uns prächtig verstehen. Es macht einfach total Spaß, mit ihm zu spielen. Ich hoffe, dass wir zusammen noch das ein oder andere Ding machen werden.

Niclas Füllkrug im NDR-Sportclub

Ducksch hatte Füllkrug auf die Bank verdrängt

Das Strahlen bekommt Füllkrug dabei kaum aus dem Gesicht. Vor einigen Monaten war dies noch ganz anders. Der Grund dafür war Ducksch. Nachdem Werder diesen von Hannover 96 verpflichtet hatte, landete Füllkrug auf der Ersatzbank. Und nach dem 0:3 bei Darmstadt 98 geriet der 29-Jährige im Oktober auch noch mit dem sportlichen Leiter Clemens Fritz aneinander und wurde suspendiert.

Für Füllkrug wäre es ein Leichtes, die Schuld für die schwache Phase einfach beim in Bremen ohnehin nicht mehr gut gelittenen Ex-Coach Markus Anfang zu suchen. Er packt sich jedoch lieber an die eigene Nase. "Man darf auch nicht vergessen, dass ich am Anfang nicht geliefert habe", sagte er. "Ich habe die ersten vier Spiele spielen dürfen, aber nicht gut gespielt und keine Tore und keine Assists gemacht." Und als Ducksch dann da war, war Füllkrug vorerst raus und durfte nur noch zuschauen.

Dann kam Duckschi, der bei uns wie eine Bombe eingeschlagen ist und im ersten Spiel direkt einen Doppelpack macht. Und dann sitzt du da. Im Vorjahr warst du noch der Spieler, in den man die Hoffnungen gesetzt hat, dass man die Klasse hält oder der für das ein oder andere Tor sorgt. Dann sitzt du auf einmal in der 2. Liga auf der Bank.

Niclas Füllkrug im NDR-Sportclub

"Das ist nichts Gespieltes"

Die Bank hat er längst wieder verlassen, denn aus Werders Spiel ist Füllkrug nicht mehr wegzudenken. Seit dem 1:1 am 12. Spieltag gegen den FC St. Pauli steht er gemeinsam mit Ducksch in der Startelf. Bereits vorher, berichtet er, hätten die beiden darüber gesprochen, wie es denn laufen müsse, wenn beide Mal zusammen auf dem Platz stehen. "Fußballerisch", so Füllkrug, "ergänzen wir uns total gut." Aber auch zwischenmenschlich passt es bei den beiden einfach.

Ich habe noch nie jemandem so gerne einen Elfmeter überlassen wie ihm. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Das ist nichts Gespieltes bei uns.

Niclas Füllkrug im NDR-Sportclub

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. März 2022, 18:06 Uhr