Werders Füllkrug wegen Verstoßes gegen Anti-Doping-Regeln verurteilt

Audio vom 6. Juli 2021
Werder-Stürmer Niclas Füllkrug sitzt am Rande des Trainings nachdenklich auf dem Rasen.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Bei einer Dopingkontrolle nach dem Pokal-Halbfinale gegen Leipzig Ende April war es zu Unregelmäßigkeiten bei Niclas Füllkrug gekommen. Ein Dopingvergehen war es nicht.

Das DFB-Sportgericht hat Werder Bremen und Niclas Füllkrug wegen Vergehen gegen die Anti-Doping-Richtlinien zu Geldstrafen in Höhe von insgesamt 18.000 Euro verurteilt. Das teilte der Verein am Dienstag mit. Der Spieler muss 10.000 Euro zahlen, der Verein 8.000 Euro. Anhaltspunkte für ein Dopingvergehen bestehen laut DFB jedoch nicht.

Hintergrund war eine Doping-Kontrolle nach dem Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig am 30. April. Damals war unter anderem Niclas Füllkrug von der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) ausgewählt worden. Dieser wurde nach Spielende darüber informiert und aufgefordert, zum Dopingkontrollraum zu kommen.

Mit 5 Minuten Verspätung bei der Doping-Kontrolle

Dieser Aufforderung kam der Profi allerdings nicht unverzüglich nach, Füllkrug erschien erst fünf Minuten später zur Dopingkontrolle. Der Angreifer ging zunächst in die Bremer Umkleidekabine, obwohl ihn der Dopingarzt darauf hinwies, dass er laut Regularien auf direktem Wege zur Dopingkontrolle komme müsse und ihm den vorherigen Gang in die Kabine nicht gestattete, wo er eine Zeit lang nicht unter Aufsicht des Dopingkontrollpersonals stand.

Werder Bremen verwies darauf, dass sich Füllkrug in der Kabine an seinem gebrochenen Zeh behandeln lassen wollte. Der weitere Kontrollablauf sei dann unauffällig gewesen, eine Probe sei genommen worden, so der DFB. 

Wir haben das Urteil akzeptiert. Niclas wollte sich natürlich nicht über geltende Dopingbestimmungen hinwegsetzen und hatte den Helfer des Dopingarztes auch gebeten, mit in die Kabine zu kommen. Da aufgrund der Corona-Situation aber nur ein Doping-Helfer zwei Spieler begleiten muss und der Doping-Helfer trotz der Aufforderung von Niclas nicht mit in die Kabine gekommen ist, kam es zu dieser Situation.

Werder-Sportchef Frank Baumann

Werder Bremen und Niclas Füllkrug haben die Strafen akzeptiert, daher ist das Urteil rechtskräftig.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 6. Juli 2021, 17 Uhr