Kohfeldt gegen Streich: Duell der Methusalems der Liga

Nach Freiburgs Christian Streich sitzt kein Kollege in der Liga länger auf der Trainerbank als Florian Kohfeldt. Der Werder-Coach sieht bei den Klubs Ähnlichkeiten.

Video vom 12. Februar 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt begrüßt herzlich seinen Freiburger Kollegen Christian Streich vor dem Spiel.
Bild: Imago | Nordphoto
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Als "Methusalem" der Bundesliga-Trainer fühlt sich Florian Kohfeldt auf keinen Fall. Auch sein Freiburger Trainer-Kollege Christian Streich "würde sich sicherlich nicht so bezeichnen lassen", sagte der Coach von Werder Bremen. Doch beim Spiel zwischen den Hanseaten und dem SC Freiburg am Samstag um 15:30 Uhr kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden dienstältesten Trainer der Liga.

Kohfeldt nannte es "aberwitzig", dass abgesehen von Streich mittlerweile kein Kollege länger bei einem Liga-Konkurrenten tätig ist als er selbst. "Schämen muss ich mich dafür aber nicht", betonte er. Während sich Streich in seinem zehnten Jahr beim Sportclub befindet und seinen Vertrag am Donnerstag noch einmal verlängerte, übernahm Kohfeldt die Bremer vor knapp dreieinhalb Jahren. "Ich möchte mich daher nicht im Ansatz mit Christian Streich vergleichen. Dies ist noch einmal eine ganz andere Kategorie", merkte der Werder-Coach an.

Kohfeldt kann sich mit Freiburg identifizieren

Allerdings sieht er schon Ähnlichkeiten im Handeln der beiden Klubs. Während die Bremer auch trotz einer katastrophalen Vorsaison an Kohfeldt festhielten, gingen die Breisgauer mit Streich einst sogar in die 2. Liga.

Es zeigt, dass wir von beiden Seiten das Wort Kontinuität nicht einfach nur so gesagt haben, sondern es auch durch Höhen und Tiefen zusammen durchgehalten haben. Ich finde es schon gut und bin auch ein Stück weit stolz darauf. Dreieinhalb Jahre gehen nicht mit einem Fingerschnippen vorüber.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Auch wenn die Bremer den SC Freiburg nicht als Vorbild nehmen wollen: Der SC ist derzeit besser als Werder. Mit 30 Punkten kann sich der Tabellenachte nach oben orientieren, während die Norddeutschen trotz ihrer 22 Zähler und einem Nachholspiel in der Hinterhand immer noch in die Abstiegsregion blicken müssen. "Ich kann mich gut mit Freiburg identifizieren, aber wir müssen ihnen nicht nacheifern", erklärte Kohfeldt: "Sie sind der schwerste Gegner der vergangenen Monate, dennoch rechne ich uns was aus."

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 12. Februar 2021, 18:06 Uhr