Klaassen erklärt: Das läuft besser als in der Hinrunde

Der Niederländer ist bei Werder aktuell der Torschütze vom Dienst. Bei der Kohfeldt-Elf läuft es aber nicht allein deswegen wie am Schnürchen.

Davy Klaassen bejubelt sein Tor gegen Freiburg.
Davy Klaassen erzielte in den letzten drei Pflichtspielen jeweils einen Treffer für Werder Bremen. Bild: Imago | osnapix

Erst das 2:0 gegen Schalke, dann das 1:1 gegen Gladbach und jetzt das 1:0 gegen Freiburg: Davy Klaassen ist derzeit der Mann für die wichtigen Tore bei Werder und einer der Garanten dafür, dass in Bremen intensiv vom Europapokal und dem DFB-Pokal-Finale in Berlin geträumt werden darf.

Der Sieg gegen Freiburg war für die Bremer im Kampf um Europa schon fast eine Pflichtaufgabe. "Wir wussten, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen", sagt Klaassen. Und am Ende gewann Werder das Spiel auch, denn der zentrale Mittelfeldspieler brachte die Bremer mit seinem Kopfball zum 1:0 in der 76. Minute auf die Siegerstraße. Dabei war das Spiel gegen die Breisgauer eines der Sorte, das Werder in der Hinrunde wohl nicht mit drei Punkten beendet hätte. Gut gespielt, trotzdem nur ein Unentschieden. Das kam in der Hinrunde häufig vor. Klaassen erklärt, weshalb es derzeit besser läuft.

In der Rückrunde sind wir viel effekiver als in der Hinrunde. In der Hinrunde haben wir immer echt gut gespielt, aber zu wenig gepunktet. Jetzt spielen wir auch in vielen Spielen gut. Wir können die Spiele aber auch entscheiden, wenn wir nicht so gut spielen.

Davy Klaassen, Mittelfeldspieler von Werder Bremen

Klaassen hadert nicht

Davy Klaassen schlägt nach einer vergebenen Chancen die Hände über dem Kopf zusammen.
Das war knapp: Davy Klaassens Volleyabnahme landete am Ende nicht im Freiburger Tor. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

So war es auch gegen Freiburg. Werder war zwar die bessere Mannschaft, aber irgendwie fehlte der letzte Punch. Ein Gala-Auftritt war es also gewiss nicht. Dennoch hatten die Bremer den Torschrei schon deutlich früher auf den Lippen. Wieder dank Klaassen. Eine Flanke von Milot Rashica nahm der 26-Jährige in der 52. Minute volley und machte dabei alles richtig. Freiburgs Keven Schlotterbeck kratzte den Ball in höchster Not aber noch von der Linie. Das war Pech für Werder, doch aus der Ruhe bringen ließ die Kohfeldt-Elf sich davon nicht. Neben der Effektivität ist aktuell nämlich auch der Glaube an die eigene Stärke groß. So hakte auch Klaassen die vergebene Großchance schnell ab.

In dem Moment habe ich "Scheiße" gedacht, aber dann muss es weitergehen. Ich habe nicht gedacht, dass wir heute nicht mehr treffen.

Davy Klaassen, Mittelfeldspieler von Werder Bremen

Mit dieser Treffsicherheit kann es auch gegen die Bayern klappen

Stattdessen traf Werder anschließend gar noch zweimal. Erst durch Klaassen, dann durch Theodor Gebre Selassie. Und als einzige Mannschaft der Bundesliga auch in allen 28 Spielen zuvor mindestens einmal. Das sorgt für Selbstbewusstsein, aber nicht für Übermut. "Im Hinterkopf spielt das vielleicht eine Rolle, aber das ist auch gefährlich. Dann werden wir vielleicht zu locker", erklärt Klaassen.

Locker ließen die Bremer gegen Freiburg hingegen nicht. Und locker wollen sie auch in den kommenden beiden Spielen gegen die Bayern in der Bundesliga (Samstag, 15:30 Uhr) und im DFB-Pokal (Mittwoch, 24. April, 20:30 Uhr) nicht lassen. Nutzen sie weiterhin ihre Chancen, müssen sie auch gegen die Münchner am Ende nicht chancenlos sein.

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  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 13. April 2019, 18:45 Uhr