Füllkrug macht bei biederen Bremern weiterhin den Unterschied

Mit vier Treffern in den ersten vier Spielen ist Niclas Füllkrug momentan so etwas wie die Lebensversicherung bei Werder. Vor allem, da andere Torschützen ausfallen.

Füllkrug feiert mit Gebre Selassie sein Tor zum 1:1.
Niclas Füllkrug (rechts) erzielte in Freiburg per Elfmeter das wichtige 1:1 für Werder. Insgesamt hat der Stürmer in dieser Saison bisher bereits viermal getroffen. Bild: Imago | Beautiful Sports

Nein, eine schwere Übung war es für ihn wirklich nicht. Ein kurzer Anlauf, ein trockener Schuss – schon stand es 1:1 für Werder in Freiburg. Souverän hatte Niclas Füllkrug den Elfmeter verwandelt, den Leonardo Bittencourt zuvor rausgeholt hatte. Am Ende reichte der Treffer, um einen Punkt aus Freiburg mit an die Weser zu nehmen. Ganz zufrieden war der Torschütze mit dem Ergebnis allerdings nicht. "Ein Punkt ist okay, aber wir müssen schon zusehen, dass wir einige Dinge verbessern", legte Füllkrug nach dem Spiel den Finger in die Wunde. Ein Unentschieden in Freiburg ist für Werder sicherlich ein ordentliches Ergebnis. Nachdenklich macht es allerdings, dass die Bremer kaum zu Chancen kamen. Und wenn doch, machten sie wie Nick Woltemade (40. Minute) und Bittencourt (61. Minute) zu wenig aus ihnen. Umso wichtiger, dass Füllkrug vom Punkt die Nerven behielt.

Es ist für einen Torjäger immer schön, wenn man einen Elfmeter kriegt, weil es natürlich eine gute Möglichkeit ist, das Torkonto zu erhöhen.

Niclas Füllkrug am ARD-Mikrofon

Füllkrug sorgte auf Schalke für den Sieg

Füllkrugs Torkonto steht bereits bei vier Treffern nach vier Spielen. Eine imposante Quote, die er vor allem dem 3:1-Sieg auf Schalke zu verdanken hat. Beim Erfolg gegen die Gelsenkirchener am 2. Spieltag schoss er alle drei Tore für die Bremer. Auch das zwischenzeitliche 3:0 erzielte er damals per Strafstoß. Und mit seinen Treffern hat er vor allem dafür gesorgt, dass die Bremer mit sieben Punkten nach den ersten vier Spielen ordentlich dastehen. Dabei kamen nach dem 1:4 zum Auftakt gegen Hertha BSC schon einige Zweifel auf.

Nach dem ersten Spiel sind viele schon wieder der Meinung verfallen, dass wir so spielen wie im letzten Jahr. Das ist zum Glück nicht so gekommen.

Niclas Füllkrug am ARD-Mikrofon

Für den Gegner ist Füllkrug eine latente Bedrohung

Für den Gegner stellt Füllkrug stets eine latente Bedrohung dar. Der 27-Jährige ist ein echter Knipser und benötigt nicht viele Möglichkeiten. Dies hilft den Bremern vor allem in der Phase, in der die besten Torschützen der vergangenen Saison nicht (mehr) zur Verfügung stehen. Davy Klaassen erzielte sieben Treffer, spielt aber mittlerweile bei Ajax Amsterdam. Yuya Osako traf achtmal, sucht derzeit jedoch seine Form. Ebenfalls acht Tore schoss Milot Rashica. Dieser kommt allerdings aus einer Verletzung und hat wohl noch am geplatzten Wechsel nach Leverkusen zu knabbern. Umso wichtiger, dass Füllkrug funktioniert – und nicht nur sein Torkonto, sondern auch Werders Punktekonto erhöht.

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Video vom 16. Oktober 2020
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Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autor

  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 17. Oktober 2020, 19 Uhr