Wie geht's weiter für die Werder-Frauen und Interimstrainer Horsch?

Mission erfüllt: Die Bremerinnen haben den Klassenerhalt vorzeitig geschafft. Nun hoffen sowohl die Spielerinnen als auch Trainer Horsch auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.

Video vom 10. Mai 2021
Mannschaftsfoto der Werder-Frauen nach dem Sieg in Duisburg.
Bild: Imago | Eibner
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Am Ende mussten Werders Fußball-Frauen noch einmal zittern: Obwohl die Bremerinnen schon früh im Kellerduell beim MSV Duisburg mit 2:0 in Front lagen, kam noch einmal Spannung in die Partie, als die bereits abgestiegenen Gastgeberinnen verkürzten. Letztendlich aber hielt das Bremer Bollwerk stand. Mehr noch: Die Grün-Weißen gewannen am Sonntag nicht nur mit 2:1, sondern machten damit auch den Klassenerhalt perfekt.

Die ganze Saison arbeitet man darauf hin, dass man den Klassenerhalt in einem Spiel festmachen kann. Dass es uns nun gelungen ist, ist natürlich umso schöner.

Werder-Kapitänin Lina Hausicken im Gespräch mit dem Sportblitz

Große Erleichterung nach dem Schlusspfiff

Werders Frauen-Trainer Thomas Horsch streckt den Daumen in die Höhe.
Daumen hoch für den Klassenerhalt: Werder-Trainer Thomas Horsch. Bild: Imago | foto2press

Dass es noch einmal eng wurde in Duisburg, zerrte an manch grün-weißen Nerven. Die Erleichterung war nach Abpfiff entsprechend ausgeprägt. "Man hat schon gemerkt, dass bei den Spielerinnen der Stressfaktor immer größer wurde," erzählte Trainer Thomas Horsch im Gespräch mit dem Sportblitz. Auch ein Grund, warum es ein wenig dauerte, bis seiner Mannschaft klar wurde, was sie erreicht hatte. "Aber je länger das Spiel vorbei war, desto mehr haben wir realisiert, dass wir es geschafft haben", so der Werder-Coach.

Mit dem Klassenerhalt hat Horsch somit bereits zwei Spieltage vor Saisonende das erreicht, wofür er im April den Trainerposten angetreten hatte. In den Wochen zuvor hatte die Formkurve bei den Grün-Weißen deutlich nach unten gezeigt. Nach einer Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Meppen war dann Schluss für Trainer Alexander Kluge und Horsch übernahm. Gleich beim Debüt des ehemaligen Assistenz-Coaches von Werder-Trainer Florian Kohfeldt glückte ein 2:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen. Nach einer 1:6-Niederlage gegen den SC Sand und dem Sieg gegen Duisburg blickt Horsch auf eine positive Bilanz.

Horsch möchte weitermachen

Mindestens bei zwei Spielen steht Horsch noch am Seitenrand. Mindestens, weil noch unklar ist, wie es nach Saisonende für den 52-Jährigen weitergeht. Horsch jedenfalls hätte nichts dagegen, wenn er und die Werder-Frauen auch in Zukunft gemeinsame Wege gehen. "Lust habe ich auf jeden Fall", sagte Horsch, denn: "Es hat echt Spaß gemacht in den paar Wochen, die wir zusammen trainiert haben. Man ist schon ein Stück weit zusammengewachsen, gar keine Frage."

Auch bei den Spielerinnen genießt Horsch großes Vertrauen. "Ich glaube, es hat sich gezeigt, dass es gut zusammenpasst", sagte Werder-Kapitänin Hausicken. Geht es nach ihr und ihren Teamkolleginnen, ist die Tendenz eindeutig: "Von uns ist der Wunsch echt groß, dass es so weitergeht." Ob auch der Verein so entscheidet, ist noch offen. In den nächsten Tagen sollen aber Horsch und Co. Gewissheit erhalten, wie die Pläne des Klubs ausfallen.

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Autoren

  • Helge Hommers Autor
  • Pascale Ciesla Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 10. Mai 2021, 18:06 Uhr