Werder Bremen geht als Favorit in die E-Sport-Bundesliga

Ab jetzt treten Teams der Fußball-Bundesliga auch in der digitalen Welt gegeneinander an – allerdings fehlen einige Schwergewichte.

Michael Megabit Bittner steht vor einer Wand mit dem Logo von Werder Bremen
Einer der besten eSportler der Welt und bei Werder Bremen unter Vertrag: Michael "Megabit" Bittner. Bild: werder.de/esports

Der Traum von Werders Weltklasse-eSportler Michael "Megabit" Bittner ist in Erfüllung gegangen. Während der eSport im Vorjahr von Uli Hoeneß noch als "totaler Schwachsinn" verteufelt wurde, startete am Mittwoch das VBL Club Championship ("eSport"), eine Bundesliga für Zocker. "Wir sind uns der Favoritenrolle bewusst, die uns von außen zugesprochen wird", sagt Bittner.

Das ist der nächste Schritt zur Professionalisierung. Es ist von der Reputation her sehr wichtig. Lange habe ich mir im eSport etwas Vergleichbares zur Fußball-Bundesliga gewünscht. Das ist jetzt auf jeden Fall eine Annäherung.

Michael "Megabit" Bittner

Dass die neue Liga nur professionellen Fußball-Vereinen vorbehalten ist, kommt dem Projekt nach Bittners Meinung zugute. "Die Vereine haben eine ungeheure Power und können Themen vorantreiben. Davon profitieren am Ende alle", sagt er. Allein die Tatsache, dass sich Bundesligisten auf der Konsole in einer geschlossenen Liga duellieren, stelle die Sportart ins Scheinwerferlicht. Allerdings: Spitzenvereine aus der realen Welt wie die Top-Bundesligisten Bayern München und Borussia Dortmund sind nicht mit dabei.

Am Mittwoch liefen die ersten Spiele, Bittner und Teamkollege Mohammed "MoAuba" Harkous steigen erst jetzt ins Geschehen ein. Sie bestreiten gegen RB Leipzig die ersten Topspiele, die sogenannten "Featured Matches".

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 17. Januar 2019, 23:30 Uhr