5 Fakten vor Werders Duell gegen Düsseldorf

Für Werder ist ein Sieg gegen Aufsteiger Düsseldorf heute Abend um 20:30 Uhr Pflicht. Doch das Weser-Stadion ist auch unter Trainer Kohfeldt keine Festung mehr.

Kohfeldt tritt an der Seitenlinie vor Wut ein Loch in die Luft.
Wo ist Werders Heimstärke geblieben? Florian Kohfeldt gewann seine ersten 16, nun setzte es drei Pleiten in Folge im Weser-Stadion. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

1 Wo ist die Heimstärke hin?

Vor allem die zurückgewonnene Heimstärke von Werder unter Florian Kohfeldt wurde lange Zeit gefeiert – in seinen ersten 16 Bundesliga-Spielen in der heimischen Arena war er mit seinem Team ungeschlagen geblieben und hatte damit einen Startrekord für Werder-Trainer aufgestellt.

Die stolze Serie endete krachend am 9. Spieltag mit der 2:6-Pleite gegen Leverkusen, und seitdem ist der Stecker gezogen: Werder verlor die letzten drei Heimspiele allesamt, eine längere derartige Misere gab es in der Vereinsgeschichte nur einmal (im Herbst 2015 verlor Werder unter Viktor Skripnik fünf Heimspiele hintereinander).

2 Hinten offen

Werders Erfolg bis zum 8. Spieltag lag auch an einer starken Defensive, so hatte kein Team bis zu dieser Runde weniger Gegentreffer zugelassen als die Grün- Weißen (8). Doch spätestens mit der hohen Pleite gegen Leverkusen endete diese Stabilität, Werder spielte in keiner der letzten 5 Partien zu null und kassierte in diesem Zeitraum so viele Gegentreffer wie keine andere Mannschaft (14).

3 Keine Comebacker

So einfallsreich Trainer Kohfeldt immer wieder wirkt, auf Rückschläge in Form von Rückständen verpufften seine Maßnahmen in dieser Saison fast immer. In sieben der 13 Spiele lag seine Mannschaft bislang hinten, verlor in der Folge fünf Mal und schaffte nur zwei Mal noch ein Remis – gewonnen wurde nach einem Rückstand also noch nie.

Führungen sind für kaum ein Team so wichtig wie für Werder, in diesen Fällen ist Bremen in der laufenden Spielzeit noch ungeschlagen und holte hier 16 der 18 Zähler. In den letzten so erfolglosen Spielen geriet Werder im Übrigen immer in Rückstand und rettete lediglich in Freiburg spät und mit viel Glück immerhin einen Zähler.

4 Ausgekontert

Vorne geht nach Kontern wenig bei Werder, dafür ist die nun so auf Ballbesitz gepolte Mannschaft ihrerseits nach schnellen Gegenangriffen sehr anfällig: Kein Team wurde öfter mit Torfolge ausgekontert als die Grün-Weißen (sechs Mal), die Anzahl der Kontergegentore ist sogar schon drei Mal so hoch wie in der kompletten letzten Saison (damals nur zwei). Vor der Partie gegen Düsseldorf sollte Werder also gewarnt sein, zeigte die Fortuna beim letzten Auswärtsspiel in München doch eindrucksvoll, was für tolle Konter sie über schnelle Akteure wie Dodi Lukebakio fahren kann.

5 Langer Anlauf

Schon in vielen Spielen dieser Saison begann Werder sehr gemächlich und abwartend, so dass es Kohfeldt die Zornesröte ins Gesicht trieb. Erst einmal traf sein Team vor der 19. Spielminute (Harnik gegen Hertha) und insgesamt 18 der 21 Tore erzielten die Grün-Weißen ab der 33. Minute. Angesichts der fehlenden Qualitäten in Sachen Aufholjagden sollten die Bremer vielleicht mit etwas schärferen Sinnen in das Spiel gegen Düsseldorf gehen – ein frühes Tor tut jedem Spiel gut, den Bremern aber umso mehr.

Mehr zu diesem Thema:

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Dezember 2018, 18:06 Uhr