Ex-Manager Allofs: "Für Werder kann es ganz nach oben gehen"

Ex-Werder-Manager Allofs im Interview vor dem Düsseldorf-Spiel

Bild: Imago | Laci Perenyi

Lange war er in Bremen, jetzt ist er in Düsseldorf: Vor dem Spiel am Samstag (13:30 Uhr) spricht Klaus Allofs über die Probleme am Rhein und den Aufschwung an der Weser.

Vor Werders Spiel am Samstag gibt es zwischen den Grün-Weißen und Gegner Fortuna Düsseldorf einige Parallelen. Wie die Bremer wollten eigentlich auch die Düsseldorfer ein Trainingslager in Spanien absolvieren, ehe ihnen die Corona-Lage einen Strich durch die Rechnung machte. Und wie an der Weser konnten sich auch am Rhein nun vier Spieler aus ihrer Corona-Quarantäne freitesten. Während sich Werder in den vergangenen Tagen allerdings in Ruhe auf die Partie vorbereiten konnte, gab es in Düsseldorf auf der Führungsebene einige Tumulte. Auch darüber spricht Ex-Werder-Manager Klaus Allofs im Interview mit dem Sportblitz.

Herr Allofs, die halbe Liga spielt um den Aufstieg, aber Fortuna Düsseldorf liegt nur auf dem 13. Platz. Warum mischen Sie nicht weiter oben mit?
Wir sind sportlich in einer schwierigen Situation und weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das hat verschiedene Gründe. Corona mit seinen Ausfällen hat eine Rolle gespielt, aber wir hatten auch viele Verletzungen. Das hat in der Hinrunde dazu geführt, dass wir nie unsere Mannschaft gefunden haben. Wir glauben aber, dass wir das Potenzial haben, um uns aus dieser schwierigen Situation schnell zu befreien.
Die Führungsetage bei der Fortuna wurde nun neu sortiert. Sie sind jetzt nicht mehr Sportvorstand, sondern Fußballvorstand. Was bedeutet das konkret für Ihre Arbeit?
Ab Mitte oder Ende Februar wird es einen dreiköpfigen Vorstand geben. Was meine Person angeht, werde ich die Verantwortung für den gesamten Sportbereich haben. Alle, die bis jetzt bei der Fortuna gearbeitet haben, haben sehr gute Arbeit geleistet. Aber insgesamt ist das für die Struktur der Fortuna sehr sinnvoll. Das hat nicht unmittelbar Auswirkungen auf den sportlichen Bereich, aber es sollte insgesamt doch auch etwas mehr Ruhe in den Verein bringen.
Werder hat zuletzt drei Siege aus drei Spielen geholt. Ist Ole Werner für Sie der Faktor für den Positivtrend?
Das muss man ja so sehen. Ich glaube, das hängt unmittelbar zusammen. Als diese Entscheidung dann auch bekannt wurde, konnte ich das sehr gut nachvollziehen. Ole Werner passt durch seine ganze Art sehr gut zu Werder. Von daher ist das schon ein Faktor für den Aufwärtstrend, den man jetzt sehen kann. Aber ich glaube, dass auch Werder lange Probleme mit verletzten Spielern hatte oder mit Spielern, die in Quarantäne waren. Daher haben sie auch nicht den Rhythmus gefunden. Dazu kam, dass man sich eben auch an diese 2. Liga gewöhnen muss. Ich glaube, das ist alles abgeschlossen. Jetzt kann es für Werder sogar ganz nach oben gehen. Die Chancen für einen Wiederaufstieg sind gar nicht so schlecht. Aber am Samstag wollen wir das für eine kurze Zeit unterbrechen.
Steigt Werder am Saisonende auf?
Man muss über eine ganze Saison sehr konstant sein. Aus der Ausgangsposition, in der Werder jetzt steckt, haben sie sehr gute Chancen, aufzusteigen.

Werder gegen Düsseldorf – ohne Fans, aber mit Ambitionen

Bild: Imago | Zink

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Autorin

  • Janna Betten Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. Januar 2021, 18:06 Uhr