Werders Ducksch: "Hatte auf St. Pauli keine schöne Zeit"

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Beim nächsten Bremer Gegner hat Marvin Ducksch einst ein unglückliches Intermezzo gegeben. Extra-Motivation für das Spitzenspiel verleiht ihm dies aber nicht.

Wie wichtig Marvin Ducksch für Werder ist, stellte er am Sonntag einmal mehr unter Beweis. Der SV Sandhausen tat im Weser-Stadion kaum etwas für das Spiel, ging durch Pascal Testroet aber dennoch nach 63 Minuten in Führung. Dass die Bremer beim 1:1 zumindest einen Punkt geholt haben, verdankten sie Ducksch, der neun Minuten später nach einem Pass von Romano Schmid den Ball technisch stark mit der Innenseite ins Tor schob.

Marvin Ducksch hält im St.Pauli-Dress nachdenklich die Hand vor das Gesicht.
Marvin Ducksch wechselte im Sommer 2016 zum FC St. Pauli, gab dort aber nur ein kurzes Intermezzo. Bild: Imago | Mis

Für den Stürmer war es bereits das 17. Saisontor. Weitere sollen aus Sicht des Bremers am Samstag (13:30 Uhr) im Topspiel beim FC St. Pauli folgen. Bei den Kiezkickern hat einst auch Ducksch gespielt. Im Sommer 2016 wechselte er von Borussia Dortmund nach Hamburg, fand dort aber nicht sein Glück. In zehn Spielen in der 2. Liga traf er lediglich einmal, sodass er nach nur einem halben Jahr an den damaligen Drittligisten Holstein Kiel verliehen wurde, ehe er fix an die Förde wechselte. Wie Ducksch am Mittwoch in einer Medienrunde verriet, denkt er schon gelegentlich an seine Monate am Millerntor zurück. Mit gemischten Gefühlen.

St. Pauli war ein geiler Verein, der für mich ganz klar in die Bundesliga gehört. Aber ich hatte da keine schöne Zeit. Für mich persönlich ist es dort nicht gut gelaufen. Deswegen kann ich da nicht so mit positiven Gedanken zurückblicken.

Marvin Ducksch sitzt auf dem Podium.
Marvin Ducksch am Mittwoch in einer Medienrunde

Ducksch hat mit Werder "ein großes Ziel"

In Erinnerung sind ihm jedoch auch "die geile Stadt und die geilen Fans" geblieben. Und auch sportlich läuft es für den 28-Jährigen gegen St. Pauli meist sehr gut. In bisher sechs Spielen gegen seinen Ex-Klub hat er vier Treffer erzielt. Der Wermutstropfen: Gewonnen wurden davon am Ende nur zwei Partien. Wie Ducksch erzählte, geht es für ihn auch nicht darum, seinem Ex-Klub etwas zu beweisen. Vielmehr steht der Aufstieg mit Werder im Vordergrund.

Ich brauche keine Extra-Motivation. Ich weiß, dass es der Endspurt ist und ich ein großes Ziel habe. Da ist es egal, welcher Gegner jetzt auf uns zukommt. Ich bin heiß und möchte das Spiel unbedingt gewinnen.

Marvin Ducksch sitzt auf dem Podium.
Marvin Ducksch am Mittwoch in einer Medienrunde

In Hannover wird er vermisst

In den Tagen vor dem Spitzenspiel wird mit Blick auf Ducksch bei seinen Ex-Klubs allerdings nicht nur über St. Pauli, sondern auch über Hannover 96 gesprochen. Von dort kam er Ende August an die Weser. Mittlerweile trauern die Hannoveraner ihm hinterher. "Schöner wäre, wenn er noch da wäre", sagte 96-Geschäftsführer Martin Kind am Mittwoch der "Neuen Presse".

Wir waren der Überzeugung, dass wir das gut in den Griff kriegen würden, aber das hat sich nicht bestätigt.

Martin Kind lächelt.
Martin Kind, Geschäftsführer von Hannover 96, in der "Neuen Presse"

Ein Problem: Der als Nachfolger verpflichtete Lukas Hinterseer hat nicht gezündet und in 15 Spielen noch kein Tor erzielt. Ducksch hofft, dass die Hannoveraner zumindest die Klasse halten. Er selbst hingegen will mit Werder raus aus der 2. Liga und ab ins Oberhaus. Ein Sieg am Millerntor wäre da am Wochenende ein wichtiger Schritt.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. April 2022, 18:06 Uhr