Werders Füllkrug und Ducksch rocken jetzt gemeinsam

Video vom 31. Oktober 2021
Die Werder-Stürmer Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch bejubeln Arm in Arm ausgelassen den Treffer.
Bild: Imago | Nordphoto
Bild: Imago | Nordphoto

Gegen St. Pauli durften Füllkrug und Ducksch erstmals von Beginn an als Duo stürmen. Sie suchten und fanden sich, trafen. Doch Trainer Anfang wollte noch mehr.

Da war sie wieder, die Zahnlücke neben seinen Schneidezähnen, die Niclas Füllkrug seinen Spitznamen "Lücke" einbrachte. Sie kommt nur zum Vorschein, wenn der Werder-Stürmer breit grinst – und dafür hatte es in den vergangenen Monaten auf dem Spielfeld gar keinen Grund gegeben.

Nichts lief zusammen bei Füllkrug, der Frust saß so tief, dass ein Streit mit Clemens Fritz eskalierte und er suspendiert wurde. Dem Geläuterten gelang danach in der Vorwoche der erlösende Treffer. "Lücke" war zurück. "Reibereien sind nicht immer schlecht", sagte Füllkrug nun nach dem 1:1 gegen St. Pauli bei Sky, und wieder blitzte seine Zahnlücke bei seinem verschmitzten Grinsen auf.

"Man weiß, dass man nicht alleine ist"

Füllkrug schien rundherum happy, wirkte bei den Interviews nach dem Spiel gelöst wie lange nicht. Kein Wunder, erstmals setzte Werder-Coach Markus Anfang von Beginn an auf die Doppelspitze aus Füllkrug und Marvin Ducksch – und die beiden suchten und fanden sich gleich in mehreren Szenen.

In der 62. Minute aber krönte Ducksch Füllkrugs Vorarbeit mit einem schönen Treffer aus 14 Metern. Arm im Arm bejubelte das Duo ausgelassen die Bremer Führung.

Als Stürmer ist es immer schön zu wissen, dass noch ein anderer nebendran steht. Wenn man weiß, man ist nicht alleine, gibt einem das ein gutes Gefühl.

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug

Werder-Coach Anfang: "Die Mannschaft hat sich reingehauen"

Video vom 31. Oktober 2021
Werder-Trainer Markus Anfang nach dem Remis gegen St. Pauli vor einer Werbewand im Interview.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Doppelspitze gab es zuvor schon

Ganz neu war dieses Gefühl für die beiden nicht. Anfang hatte in fast jeder Partie, in der Füllkrug als Joker eingewechselt wurde, auf eine Doppelspitze umgestellt. Dieses Mal aber passte es in seine Startaufstellung, weil er St. Pauli mit einer Dreierkette in der Abwehr begegnete.

In der ersten Halbzeit hat man schon ansatzweise gesehen, dass man harmonieren kann. In der zweiten Halbzeit hat es zum Tor geführt und das hat mich riesig gefreut. Vor allem, dass das dann auch in unserer Kombination geklappt hat.

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug

Anfang hatte sich auch für das Duo entschieden, weil es zuletzt "viele individuelle Fehler im Spielaufbau" gegeben hatte, die zu Torchancen für den Gegner führten. "Diese Zonen wollten wir überspielen, dafür braucht man zwei Stürmer", erklärte der Coach: "Der Nachteil, wenn man mit zwei Stürmern spielt, ist: Beide müssen wahnsinnig viel laufen. Man muss den gegnerischen Sechser immer wieder zumachen, und das ist sehr viel Arbeit."

Anfang wollte noch mehr Tore sehen

Das Laufpensum stimmte, die Chancenverwertung noch nicht. Doch Füllkrug sah in der Sturmpartnerschaft Potenzial für die Zukunft: "Ich glaube, dass es heute schon ganz ordentlich war und wenn wir uns noch ein bisschen besser einspielen, dann haben wir glaube ich viele Möglichkeiten."

Der Trainer hätte gerne schon gegen St. Pauli eine etwas größere Ausbeute der beiden gesehen: "Wir hätten mehr daraus machen können. Insgesamt haben die beiden das aber gut gemacht." Ob die Doppelspitze auch am kommenden Freitag im Spiel gegen Nürnberg zum Einsatz kommen wird, ließ Anfang offen.

Werden Ducksch und Füllkrug zu Werders Stürmer-Duett?

Video vom 27. Oktober 2021
Werder-Stürmer Marvin Ducksch nachdenklich bei einer Pressekonferenz.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mehr zum Thema:

Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: NDR, Sportclub, 31. Oktober 2021, 22:50 Uhr