"Füllkrug on fire" schießt Werder zurück an die Tabellenspitze

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug lässt sich nach dem Spiel mit ausgebreiteten Armen von den Fans in der Ostkurve feiern.
Bild: Imago | Joachim Sielski

Selbst wenn es nicht so läuft – auf ihr Sturm-Duo können sich die Bremer immer verlassen. Gegen Dresden war Niclas Füllkrug der Matchwinner mit seinem Doppelpack.

Am Ende strahlte Niclas Füllkrug dann doch. Werders Stürmer, den sie liebevoll entweder "Lücke" oder "Fülle" nennen, ließ sich nach dem Abpfiff im Bremer Weser-Stadion von den Fans in der Ostkurve minutenlang feiern.

Vor einer Woche nach dem Nordderby hatten sie noch "Ducksch is on fire" gesungen, dieses Mal war definitiv "Füllkrug on fire". Gegen Dresden traf er zwei Mal beim 2:1-Sieg und wurde Werders Matchwinner.

Er ist ein absoluter Schlüsselspieler für uns und hat uns heute die drei Punkte beschert.

Werder-Trainer Ole Werner in der ARD

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Füllkrug/Ducksch mit mehr Toren als Dresden

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug setzt sich gegen seine Gegenspieler durch und schiebt mit dem rechten Fuß den Ball ins Tor.
Füllkrug furios: In der 16. Minute besorgte den 1:1-Ausgleich. Bild: Imago | Nordphoto

Auf sein kongeniales Sturmduo kann sich Werder-Coach Ole Werner in seinen bisher zehn Pflichtspielen immer verlassen – entweder trifft Ducksch oder Füllkrug und oft genug treffen sogar beide. Gegen Dynamo erzielte Füllkrug seine Saisontreffer zwölf und 13, insgesamt haben die beiden Stürmer 28 Tore geschossen – und damit vier mehr als die gesamte Dresdner Mannschaft.

Von der Bilanz her bin ich zufrieden, aber vom Spiel her geht mehr. Da müssen wir Zuhause viel klarer sein.

Werder-Doppeltorschütze Niclas Füllkrug bei Sky

Obwohl ihm sein Treffer zum 1:1-Ausgleich (16. Minute) nach einem wunderbaren Doppelpass mit Ducksch gelang und er bei seinem Kopfball-Tor zum 2:1 in der 45. Minute so völlig unbedrängt von den Dresdner Gegenspielern war, schien sich Füllkrug während des Spiels nicht so richtig freuen zu können. Das breite Lächeln, das seine markante Zahnlücke freilegt, blitzte erst beim Feiern mit den Fans auf.

"Schaue immer noch nicht auf die Tabelle"

Die Werder-Spieler applaudieren den Werder-Fans in der Ostkurve, während Niclas Füllkrug mit hochgereckten Armen vor ihnen steht und gefeiert wird.
Liebling der Werder-Fans am Sonntag: Niclas Füllkrug wurde nach dem 2:1-Sieg vor der Ostkurve gefeiert. Bild: Imago | Nordphoto

"Wir wurden nach zwei Minuten geweckt durch ein Eckball-Gegentor, das darf uns auf gar keinen Fall passieren", monierte Füllkrug. Dass Werder so eiskalt zu Beginn erwischt worden war, wurmte den 29-Jährigen genauso wie die vielen liegengelassenen Torchancen seiner Elf: "Trotzdem steht man auf dem Platz und ist sich relativ sicher, dass wir zurückkommen. Das ist das Gute."

Doch auch, wenn es sicherlich nicht Werders Glanzleistung gewesen ist, hatte die Qualität gereicht, um sich gegen die abstiegsbedrohten Dresdner am Ende durchzusetzen. Die Bremer haben sich die Tabellenspitze zurückerobert, liegen einen Punkt vor Darmstadt und St. Pauli und sogar sieben vor dem HSV und Schalke.

Ich schaue immer noch nicht auf die Tabelle. Es gibt viele Mannschaften, die momentan souverän punkten und ich bin froh, dass wir dazugehören.

Werder-Doppeltorschütze Niclas Füllkrug bei Sky

Werders Bittencourt moniert: "Waren nicht an unserer Leistungsgrenze"

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 6. März 2022, 15:20 Uhr