Atlas sicher: Werder-Spiel kann nicht in Delmenhorst stattfinden

Der Umzug in das Bremer Weser-Stadion soll gleich aus mehreren Gründen nötig sein. Zwar ist ein Tausch des Heimrechts verboten, doch ein kleiner Kniff soll helfen.

Gebäude am Städtischen Stadion an der Düsternortstraße in Delmenhorst.
Das Delmenhorster Stadion an der Düsternortstraße erfüllt wohl nicht die Anforderungen, um dort das DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen stattfinden zu lassen.

Das Traumlos "Werder Bremen" sorgt bei Atlas Delmenhorst für viel Vorfreude, bringt aber auch viel Trubel mit sich. Seit der Auslosung am Sonntagabend stellt sich vor allem eine Frage: "Wo wird denn jetzt gespielt...?"

Nachdem die Verantwortlichen von Atlas am Dienstag einen DFB-Workshop in Offenbach besucht haben, sind sie sich sicher: In ihrem Stadion an der Düsternortstraße kann die Partie nicht stattfinden. "Wir haben ein schönes, altes Amateurstadion, aber solch ein Spiel ist bei uns nicht darstellbar", erkärt Bastian Funken, 2. Vorsitzender von Atlas Delmenhorst, auf Nachfrage von buten un binnen. Das Stadion des Oberligisten soll nicht einmal für die Regionalliga tauglich sein. An ein DFB-Pokal-Spiel gegen Werder sei daher gar nicht zu denken. Probleme gebe es vor allem mit den Sicherheitsvorkehrungen.

Aus dem Bauch heraus können wir vielleicht fünf Prozent der Anforderungen erfüllen.

Bastian Funken, 2. Vorsitzender von Atlas Delmenhorst

Bauchschmerzen bereitet zudem die Live-Übertragung im Bezahlfernsehen. Für die TV-Kameras müssten gleich drei Gerüsttürme aufgebaut werden.

Werder als Gast-Mannschaft im Weser-Stadion?

Die Delmenhorster hatten zunächst ihr eigenes Stadion, das Oldenburger Marschwegstadion und das Weser-Stadion als mögliche Spielorte angegeben. Das Oldenburger Stadion wird in der Sommerpause allerdings saniert. Falls die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen sind, wäre das Stadion am DFB-Pokal-Wochenende zudem bereits für ein Football-Spiel der "Oldenburg Knights" belegt. Daher möchte Atlas in das Weser-Stadion umziehen. "Das ist unser Wunsch, ganz klar", sagt Funken.

Ein Tausch des Heimrechts ist im DFB-Pokal allerdings eigentlich verboten. Erlaubt wurde dies bisher nur einmal in der Saison 1998/99, als beim Berliner Stadtderby zwischen Tennis-Borussia und Hertha BSC das Mommsenstadion zu klein war und die Partie daher im Berliner Olympiastadion stattfand

Atlas möchte sich derweil eines kleinen Kniffes bedienen und selbst das Weser-Stadion anmieten. Die Delmenhorster blieben als Veranstalter damit die Heim-Mannschaft – und Werder wäre zu Gast im eigenen Stadion. Offen ist allerdings noch, ob dieses Konstrukt auch vom DFB abgesegnet wird. Sollte es so kommen, müssten sich die Werder-Profis kaum umstellen. "Ich habe dem DFB bereits signalisiert, dass wir auf die Heimkabine verzichten würden", scherzt Manfred Engelbart, 1. Vorsitzender des SV Atlas, im Gespräch mit buten un binnen.

So freut sich Atlas Delmenhorst auf das DFB-Pokalspiel gegen Werder

Pokalauslosung in der ARD-Sportschau
Bild: ARD-Sportschau

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 16. Juni 2019, 19:30 Uhr