Befragung: Werders Dauerkarten-Preispolitik stößt auf wenig Gegenliebe

Vor der "Werder-Fan-Welt" am Weser-Stadion steht der Slogan "Fußball=Geldmache".
Die User von buten un binnen kritisieren, dass Werder die Dauerkarten-Preise nicht senkt. Ohnehin steht das Gebaren im Profifußball auch in Bremen in der Kritik. (Archivbild) Bild: Imago | Kirchner-Media

Trotz Abstieg will Werder Bremen die Preise für Dauerkarten nicht senken. Die Mehrheit der Userinnen und User von buten un binnen kann dies nicht nachvollziehen.

Der Großteil der Userinnen und User von buten un binnen zeigt kein Verständnis für die Dauerkarten-Preispolitik von Werder Bremen. Das ist das Ergebnis einer nicht repräsentativen Befragung.

Am Dienstag hat der Klub bekanntgegeben, dass er nach dem Abschied aus der Bundesliga seine Preise für die Dauerkarten nicht reduzieren wird. 60,8 Prozent der User, die an unserer Befragung teilgenommen haben, halten das für nicht angemessen. Sie finden, dass ein Verein, der absteigt, auch seine Ticketpreise ändern muss.

28 Prozent der User vertreten hingegen die Auffassung, dass das Festhalten an den Dauerkarten-Preisen aus Bundesliga-Zeiten angemessen sei, weil Werder das Geld aktuell brauche, um wirtschaftlich zu überleben. Aufgrund der attraktiven Gegner in der 2. Liga und der Nordderbys halten 7,7 Prozent der User es für gerechtfertigt, dass die Preise unverändert bleiben. 3,5 Prozent der User gaben an, dass sie nicht beurteilen könnten, ob die Preise weiterhin angemessen seien oder nicht. Insgesamt hatten sich 3.255 Menschen an der Befragung beteiligt.

Ist es angemessen, dass Werder an seinen Dauerkarten-Preisen festhält?

So wurde abgestimmt!

  • Ja, denn Werder braucht das Geld, um wirtschaftlich zu überleben. 28%.
  • Ja, weil die Nordderbys und attraktiven Gegner in der 2. Liga erstligareif sind. 7,7%.
  • Nein, ein Verein, der absteigt, muss auch seine Ticketpreise senken. 60,8%.
  • Ich weiß es nicht. 3,5%.

Abgegebene Stimmen: 3255

Das Ergebnis der Befragung ist nicht repräsentativ

Diskussionen in den Sozialen Medien

Das Thema wird auch in den Sozialen Medien heiß diskutiert. Auch dort trifft Werders Entscheidung auf Kritik.

Die Vereinsführung unternimmt anscheinend alles, um die Fans zu vergraulen
Vor einem Jahr der Umgang mit den sogenannten Kurvenhelden und jetzt das.
Macht mich traurig und wütend 😠

Detlev Bayer - 9. Juni 2021, 09:09 Uhr.

Das Preis Leistungsverhältnis passt gar nicht zusammen. Werder sollte sich schämen.

André Czech - 8. Juni 2021, 16:44 Uhr.

Finde ich einen Großen Fehler. Nach den letzten 2 Spielzeiten haben die Fans genug gelitten. Man könnte jetzt für die Fans dann auch preisliche Zugeständnisse machen.

Markus Fritz - 8. Juni 2021, 14:43 Uhr.

Allerdings gibt es durchaus auch Unterstützung für den Klub und seine Preispolitik beim Verkauf der Dauerkarten. Es wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach den Dauerkarten weiterhin groß sein wird. Und aufgrund der hohen Nachfrage sei dann auch der Preis gerechtfertigt.

Werder wird die Dauerkarten mit Sicherheit zu diesem Preis los, er ist also offenbar marktgerecht. Profivereine sind gewinnorientierte Unternehmen, das mag man finden wie man will. Für meinen Sitzplatz in der Ostkurve zahle ich weniger als 25 Euro pro Spiel. Für mich ist das nicht unverschämt

Stefan Scharringhausen - 8. Juni 2021, 17:01 Uhr.

ich finde es gut, denn bremen wird nun öfter gewinnen und sie werden um den aufstieg spielen. außerdem ist es interessant nun mal spiele gegen neue mannschaften zu sehen.
wäre ich bei bremen im vorstand, hätte ich es genauso entschieden und wäre ich bei dem gedanken, dass ich eine dauerkarte für bremen möchte, würde ich auch gerne den gleichen preis dafür zahlen.
wenn ich bremen fan bin, dann nicht weil sie in der 1. bundesliga spielen, sondern weil ich bremen mag.

Fabian Ehlers - 8. Juni 2021, 22:42 Uhr.

Zahle ich gerne! Man muss seine DK ja nicht verlängern! Es gibt eine lange Warteliste mit Fans die diese Karten gerne nehmen. Ich kann aber beide Seiten verstehen. Nicht jeder Fan verfügt über die gleichen finanziellen Möglichkeiten oder legt seine Prioritäten anders. Werder braucht jeden Cent von daher war es fast logisch, dass man die DK nicht günstiger anbieten wird.

Misha Schirmer - 8. Juni 2021, 15:25 Uhr.

Werders Finanzchef Filbry: "Müssen keinen Ausverkauf starten"

Video vom 14. Mai 2021
Werders Finanzchef Klaus Filbry steht mit weißer FFP2-Maske alleine auf einer grünen Tribüne im Weser-Stadion.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 9. Juni 2021, 18:06 Uhr