Neuer Länder-Beschluss: Künftig dürften 21.000 Fans ins Weser-Stadion

Audio vom 6. Juli 2021
Werder-Fans schwenken Fahnen im Weser-Stadion.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Zur neuen Saison dürfen die Fußball-Fans zurück in die Stadien. Doch der Beschluss vom Dienstag ist nur Leitlinie, Bremen und Werder verhandeln individuell noch.

Die Fußball-Fans dürfen sich auf eine Stadion-Rückkehr in der kommenden Bundesliga-Saison freuen. Mit Beginn der Spielzeit sollen unter bestimmten Voraussetzungen maximal 25.000 Zuschauer die Spiele im deutschen Profi-Fußball verfolgen dürfen.

Diesen Beschluss fassten am Dienstag die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien. Die Arenen dürfen demnach zu maximal 50 Prozent ausgelastet werden, wobei die Gesamtzahl der Zuschauenden vorerst bei 25.000 gedeckelt ist.

Werder-Fans müssen sich noch gedulden

Trotz des Beschlusses heißt es jedoch nicht, dass am 24. Juli, wenn Werder Bremen zu Beginn der Zweitliga-Saison Hannover 96 empfängt, tatsächlich 50 Prozent der Kapazität genutzt werden können. Alleine die Einhaltung der Sitzabstände von einem Meter würde es in jedem Fall unmöglich machen, im knapp 42.000 Zuschauer fassenden Weser-Stadion 21.000 Fans unterzubringen.

Zudem teilte das Bremer Innenressort auf Anfrage von Radio Bremen mit, dass vor dem 14. Juli keine finale Entscheidung fallen wird, wie viele Fans bei Werders Heimspielen zugelassen werden. Dann findet die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit allen 36 Profi-Vereinen statt, wo die Konzepte noch einmal diskutiert werden sollen.

Bayern lässt weniger Zuschauer zu

Eine Ausnahme bei der Kapazität gibt es bereits: Rekordmeister Bayern München darf in der heimischen Arena vor höchstens 20.000 Fans spielen, weil Bayern aufgrund der Delta-Variante, steigender Fallzahlen in anderen Ländern und der erwartbaren Reiserückkehrerproblematik zunächst einen vorsichtigen Kurs bei der Wiederzulassung von Zuschauern fahren will und nur eine Auslastung von höchstens 35 Prozent erlaubt.

Grundvoraussetzung für die Zuschauer-Rückkehr ist die Freigabe durch die zuständigen Behörden. Dabei werden die Inzidenzzahlen berücksichtigt, die nicht über 35 liegen dürfen. In Baden-Württemberg liegt die Obergrenze bei 50 Personen, die nicht geimpft oder nach einer Corona-Erkrankung genesen sind, müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Zudem sind die geltenden Hygieneregeln und das Abstandsgebot einzuhalten.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 6. Juli 2021, 16 Uhr