Schmuddelwetter statt Sonne: So läuft Werders Ersatz-Trainingslager

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Werder muss sich bei der Vorbereitung auf die Bedingungen in Bremen einstellen und wird auf die Corona-infizierten Spieler im ersten Spiel verzichten müssen.

Schlechtes Wetter, so wissen es vor allem jene, die im Norden Deutschlands Zuhause sind, gibt es nicht. Wichtig ist einfach nur, mit der richtigen Kleidung den Wetterkapriolen zu trotzen, klar.

Sicherlich hatten sich die Werder-Profis darauf gefreut, in dieser Woche in kurzen Hosen und T-Shirts bei Sonnenschein und milden Temperaturen auf dem Trainingsplatz zu schwitzen. Und an den lauen Abenden in Murcia mit den Teamkollegen noch gemütlich draußen beisammen zu sitzen.

Bremer Allerlei statt spanischer Woche

Frank Baumann und Clemens Fritz stehen am Rande des Trainings unter einem grünen Regenschirm im Nieselregen.
Wären wohl auch lieber im sonnigen Süden gewesen: Frank Baumann (rechts) und Clemens Fritz. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Doch statt spanischer Woche steht für Werder eben das Bremer Allerlei auf dem Programm und das hatte am Dienstag zumindest keine frostigen Temperaturen, jedoch das allseits bekannte Schmuddelwetter zu bieten.

Für Ole Werner bedeutet der Wechsel von Sommer auf Winter auch eine Anpassung des Tagesablaufs für dieses alternative Trainingslager.

Wir müssen gucken, wie die Licht-Verhältnisse und Temperaturen sind. Was wir in Spanien in einer lockeren Einheit am Nachmittag absolviert hätten, machen wir hier bei Nieselregen am Vormittag. Da ist die Aufmerksamkeit vielleicht noch größer.

Werder-Trainer Ole Werner

Flexibilität, das hatte Werner schon betont, sei momentan angesichts der Corona-Lage eben am wichtigsten und so beherzigt der Coach sein Motto: "Wir machen das beste aus der Situation." Die Spieler kommen nun morgens zum Weser-Stadion, verbringen dort den Tag und fahren dann wieder nach Hause und schlafen auch dort.

Keine Fan-Selfies, keine Autogramme

Werder-Spieler sprinten im Training nebeneinander aufgereiht.
Sprinten lässt es sich für die Werder-Profis aber auch auf feuchtem Rasen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Viel gemeinsame Zeit, die Werner vor allem zum näheren Kennenlernen der Spieler nutzen wollte, gibt es nicht. "Ich lerne die Spieler von Tag zu Tag besser kennen und habe ein gewisses Bild", sagt er: "Trotzdem ist es aktuell ein bisschen schwierig, sich allzu lange in Gruppen zu unterhalten."

Denn auch wenn bisher zu den fünf Corona-Fällen keine weiteren hinzukamen, ist es nicht unwahrscheinlich angesichts der um sich greifenden Omikron-Variante, dass es weitere geben wird. Werder hat allen daher die Vorsichtsmaßnahmen noch einmal nahegelegt.

Wir versuchen, die Kontaktzeiten in den Gebäuden kurz zu halten, wenn es um Besprechungen geht oder den Aufenthalt in der Kabine. Dass wir uns ausschließlich mit Mundschutz in den Räumlichkeiten aufhalten, ist selbstverständlich.

Werder-Trainer Ole Werner

Autogramme und Selfies geben die Profis vor und nach dem Training nicht, um weitere Kontakte zu vermeiden. Doch besonders groß ist der Fan-Andrang am Weser-Stadion dieser Tage ohnehin nicht. Wohl auch dem Schmuddelwetter geschuldet.

Kein vorzeitiges Quarantäne-Ende

Werder-Spieler Kyu-Hyun Park schleppt die Metallmännchen auf dem Rücken vom Trainingsplatz und streckt kess die Zunge in die Kamera.
Einer ist halt der Wasserträger: Kyu-Hyun Park nimmt's mit Humor. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Werner möchte, so weit möglich, aber dennoch den engeren Kontakt zu den Spielern suchen und hat bereits Ideen: "Es gibt auch hier die Möglichkeit, in Einzelgespräche zu gehen. Die kann man dann jetzt auch mal an der frischen Luft führen."

Mit Niclas Füllkrug, Manuel Mbom, Milos Veljkovic, Marco Friedl und zunächst auch noch Mitchell Weiser geht selbst das natürlich nicht. Auf die neu-infizierten Profis wird Werner nicht nur während der kompletten Vorbereitung, sondern auch am 15. Januar im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf verzichten müssen. Denn Freitesten kann man sich im Bundesland Bremen nicht vorzeitig, die Quarantäne dauert in jedem Fall 14 Tage. Gut, dass sich Werner auf absehbare Zeit auf Flexibilität eingestellt hat.

Sonnige Vorbereitung trotz Corona: Das macht Werders Konkurrenz

Bild: Imago | Peter Boehmer

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 3. Januar 2022, 18:06 Uhr