So geht Werder mit der neuen Infektionslage um

Die steigende Anzahl der Corona-Fälle führt auch bei Werder zu veränderten Bedingungen. Beklagen will sich Trainer Florian Kohfeldt trotz der Umstände aber nicht.

Video vom 16. Oktober 2020
Werder-Trainer Florian Kohfeldt lächelt.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Seit rund einer Woche gilt die Stadt Bremen als Risikogebiet. In der Gastronomie herrscht ab 23 Uhr Sperrstunde, die Kontaktbeschränkungen wurden verschärft. Dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter steigt, ist auch rund ums Weser-Stadion spürbar: So musste Werder beim letzten Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ohne Publikum auskommen, zudem gibt der Verein seine Trainingstermine nicht mehr öffentlich bekannt und Pressegespräche finden nur noch virtuell statt. Auch in der Kabine gelten wieder mehr Vorgaben als noch im Sommer. Umstände, die an den Beginn der Corona-Pandemie erinnern und mit denen der Trainer des Teams alles andere als glücklich ist. "Wir schotten uns gezwungenermaßen aus gesundheitlichen Gründen ab", erklärte Florian Kohfeldt in der Pressekonferenz am Donnerstag.

Angesichts der vorherrschenden Infektionslage sei auch in der Mannschaft eine "gewisse Unsicherheit" vorhanden. Beschweren will sich der Werder-Coach über die Maßnahmen, die sich der Verein selbst auferlegt oder auferlegt bekommen hat, aber nicht. Im Gegenteil: "Letztendlich dürfen wir, und das begreife ich immer noch als Privileg, normal trainieren und normal spielen", so Kohfeldt. Die "Ungewissheit in der Gesamtsituation" empfinde er hingegen als "bedrückend".

Schwierige Planungszeit

Man müsse aus diesem Grund weiterhin versuchen, sich so gut es geht zu schützen, und vor allem: diszipliniert sein. "Wir müssen noch vorsichtiger sein als die Gesamtbevölkerung, damit überhaupt keine Infektion stattfinden kann", so Kohfeldt. Ausschließen könne man das aber nie. Bislang habe man es im Verein gut geschafft, sich entsprechend zu verhalten – und das, obwohl sich die Rahmenbedingungen momentan nahezu täglich verändern würden.

Man muss sich die Flexibilität bewahren, dass man keine Planungszeit mehr von Wochen und Monaten hat, sondern dass man nur noch von Corona-Test zu Corona-Test plant.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag

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Video vom 15. Oktober 2020
Mehrere Werder-Spieler und Florian Kohfeldt auf dem Weg zum Training.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 15. Oktober 2020, 18:06 Uhr