Weiter Wirbel bei Werder: 3 Trainer in 4 Tagen

Video vom 23. November 2021
Werders Interims-Trainer Christian Brand steht nachdenklich auf dem Trainingsplatz.
Bild: Nordphoto / Gumzmedia
Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Werder hat den nächsten Übergangs-Trainer: Zenkovic ist in Quarantäne, Brand übernimmt. Immerhin steht die Suche nach einem neuen Cheftrainer kurz vor dem Abschluss.

Erst Markus Anfang, dann Danijel Zenkovic und nun Christian Brand: Bei Werder Bremen geht der Trainerwechsel munter weiter, allerdings alles andere als freiwillig.

Am Samstag trat Anfang unter dem Druck der Ermittlungen gegen ihn zurück, am Dienstag wurde Interimscoach Zenkovic positiv auf Corona getestet und so ist U19-Trainer Brand plötzlich in die erste Reihe gerückt – und die Werder-Profis haben ihren dritten Trainer binnen vier Tagen.

Trainersuche im Endspurt

Mit Zenkovic in Quarantäne übernahm Brandt nicht nur die Leitung des Trainings am Dienstag, sondern wird auch die Vorbereitung auf das nächste Spiel bei Holstein Kiel leiten und voraussichtlich am Samstagabend um 20:30 Uhr an der Seitenlinie stehen.

Christian Brand wird die Mannschaft am Samstag sehr wahrscheinlich betreuen – es sei denn, wir präsentieren bis dahin einen neuen Trainer.

Werder-Sportchef Frank Baumann

Unklarheiten bei Werners Vertrag

Genau diese Suche nach einem neuen Cheftrainer scheint immerhin vor dem Abschluss zu stehen. Nach Berichten der "Bild"-Zeitung und des Internetportals "Deichstube" ist Ole Werner mittlerweile der klare Favorit auf die Nachfolge von Anfang. Demnach wollen die Bremer den 33-Jährigen noch in dieser Woche und damit vor dem Duell bei Werners langjährigem Klub Holstein Kiel verpflichten.

Letzte Unklarheiten bestehen offenbar noch bei der genauen vertraglichen Situation des Fußball-Lehrers. "Ole Werner hat noch einen bestehenden Arbeitsvertrag bis zum 30. Juni 2022 bei Holstein Kiel", sagte Sportchef Uwe Stöver der "Bild"-Zeitung. Demnach könnten die Kieler eine Ablösesumme für ihren langjährigen Spieler, Jugend- und Cheftrainer verlangen. Werner trat jedoch im September freiwillig als Holstein-Coach zurück und hat diesen Vertrag beiden Medienberichten zufolge bereits zum 30. November gekündigt.

"Vollstes Vertrauen in Christian Brand"

Sollte es zu keiner Einigung zwischen den Parteien kommen, werden bei den Bremern auch weiterhin der ehemalige HSV-Coach Daniel Thioune und nach "Deichstube"-Informationen auch der Österreicher Gerhard Struber von RB New York als Trainer-Kandidaten gehandelt. Baumann bestätigte am Dienstag, dass mehr als ein Trainerkandidat auf der Liste der Bremer stehe. Doch so lange es keinen Vollzug gibt, wird Brandt die Mannschaft betreuen.

Der 49-Jährige spielte von 1996 bis 1999 für Werder und kehrte 2018 nach Spieler- und Trainerstationen bei Hansa Rostock, dem FC Luzern und Jahn Regensburg zunächst als U17-Coach nach Bremen zurück. "Wir haben vollstes Vertrauen in Christian Brand", sagte Baumann. "Christian hat über 14 Jahre Trainer-Erfahrung, zuletzt im Jugendbereich, aber auch schon im Profi-Fußball." Beim 1:1 gegen Schalke 04 fungierte er am vergangenen Samstag bereits als Co-Trainer von Zenkovic. Nun wird er selbst von Cedric Makiadi unterstützt, der von 2013 bis 2015 ebenfalls für Werder spielte.

So diskutiert das Netz über Ex-Werder-Trainer Anfang

Video vom 23. November 2021
Markus Anfang sitzt im Weser-Stadion und schaut in die Kamera.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 23. November 2021, 18:06 Uhr