Fragen & Antworten

Das müssen Sie zur Rückkehr der Fans ins Weser-Stadion wissen

Wie läuft der Einlass? Wann muss ich am Stadion sein? Und darf ich während des Spiels auf die Toilette? Wir klären vor Werders Auftakt am Samstag die wichtigsten Fragen.

Ansicht vor dem Weser-Stadion
Beim Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstag (15:30 Uhr) dürfen wieder 8.500 Zuschauer in das Weser-Stadion kommen. Bild: Imago | Nordphoto

Fast sieben Monate ist es her, dass Werder letztmalig vor Fans im Weser-Stadion gespielt hat. Am 22. Februar empfingen die Bremer Borussia Dortmund an der Weser und verloren mit 0:2. Nach Corona-Pause und Geisterspielen dürfen die Fans am Samstag (15:30 Uhr) gegen Hertha BSC zurückkehren. Zumindest teilweise. Der Bremer Senat hat Werder erlaubt, wieder vor 8.500 Zuschauern spielen zu dürfen. Wie dies und die Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen gemeinsam funktionieren sollen, erklärte am Montag Werder-Präsident und Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald.

Wie läuft die Ticketvergabe?

Nur Inhaber von Dauerkarten haben die Chance, ins Stadion zu kommen. Werder hat etwa 25.000 Dauerkarten verkauft, die sich auf rund 12.000 Besitzer aufteilen. Ein Dauerkarteninhaber besitzt im Durchschnitt also mehr als zwei Dauerkarten. Für das erste Spiel am Samstag gegen Hertha BSC haben rund 5.000 Inhaber von Dauerkarten Interesse bekundet, das Spiel zu besuchen. Die Nachfrage dürfte daher das Angebot überschreiten. Wer den Zuschlag erhält, entscheidet ein elektronisches Losverfahren. Falls man dieses Mal leer ausgeht, sollen dafür beim nächsten Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (3. Oktober, 15:30 Uhr) die Chancen besser stehen.

Grundsätzlich sollen pro Dauerkarteninhaber derzeit nur zwei Dauerkarten pro Spiel ausgegeben werden. Auch wenn dieser über mehr Dauerkarten verfügt. Ausnahmen sollen lediglich für Familien gemacht werden, die in einem Haushalt leben. Dies muss beim Bestellvorgang vermerkt werden.

Wie komme ich am besten zum Stadion?

Werder empfiehlt, mit dem eigenen Auto oder mit dem Fahrrad zum Stadion zu kommen. Am Weser-Stadion stehen etwa 860 Parkplätze zur Verfügung. Diese werden nicht ausreichen, um alle Besucher bedienen zu können. Zudem werden die obligatorischen Shuttle-Busse eingesetzt, in denen die üblichen Sicherheitsstandards gelten.

Wie läuft der Einlass ins Stadion?

Der Einlass ins Stadion erfolgt in vier halbstündigen Time-Slots. Bei Heimspielen um 15:30 Uhr beginnt der erste um 13:30 Uhr. Dadurch soll die Einlasssituation entzerrt werden. Das Weser-Stadion bleibt in vier Sektionen (Nord, Ost, Süd und West) aufgeteilt. Die Stadienbesucher erfahren auf ihren Tickets, über welche Sektion und zu welcher Zeit sie in das Stadion kommen müssen. Wer seinen Time-Slot verpasst, wird "aller Voraussicht nach" (Hess-Grunewald) nicht mehr ins Stadion kommen können. Die personalisierten Tickets müssen zuvor zu Hause ausgedruckt werden. Beim Einlass muss zudem ein Personalausweis, ein Reisepass oder ein anderer Lichtbildausweis vorgezeigt werden, um die Identität zu bestätigen.

Muss ich im Stadion einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Laut Werder muss im Weser-Stadion ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Diese Pflicht gilt auch bereits beim Eingang. Erst auf dem Platz darf der Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden.

Kann ich in der Halbzeit auf die Toilette gehen?

Ja, die Toiletten werden während der gesamten Zeit geöffnet sein. Wo möglich, soll ein Einbahnstraßensystem mit separaten Ein- und Ausgängen dafür sorgen, dass die Abstände gewahrt werden. Die Urinale sollen so voneinander abgesperrt werden, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern jederzeit gewahrt ist. Auch beim Toilettengang muss der Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Lohnt sich das für Werder?

Mit 8.500 Fans wird das Weser-Stadion nur zu 20 Prozent ausgelastet sein. Ein Zuschussgeschäft soll es laut Hess-Grunewald am Ende für die Bremer aber nicht sein. Werder wolle sich der Normalisierung anschließen und den Fans die Möglichkeit geben, die Spiele wieder im Stadion zu sehen. Schrittweise sollen diese wieder ins Werder-Wohnzimmer zurückkehren. Finanziell lohnt es sich laut Hess-Grunewald für die Bremer, da so die Forderungen auf Erstattung der Dauerkarteninhaber an Werder abnehmen. Schließlich konnte der Klub diese mit Tickets versorgen und somit seine Vertragspflicht erfüllen.

Bremen erlaubt Zuschauer im Weser-Stadion: "Das ist ein Probelauf"

Video vom 13. September 2020
Bürgermeister Andreas Bovenschulte am Osterdeich, im Hintergrund das Weserstadion.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. September 2020, 18:06 Uhr