Wegen Verletzten-Misere: Werder setzt auf Ultras und den Fan-Effekt

In der Ostkurve werfen die Werder-Fans weiße Papierschnipsel in die Luft und schwenken ihre Fahnen.

Werder gehen die Verteidiger aus: Auch Weiser fehlt verletzt

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Pünktlich zum Topspiel gegen Darmstadt darf Werder wieder das Weser-Stadion voll machen. Gut für die Bremer, die aktuell jede Hilfe gebrauchen können.

Ganze zwei Mal ist das Weser-Stadion seit Beginn der Corona-Pandemie bislang ausverkauft gewesen. Beide Partien fanden in der Hinrunde der aktuellen Saison statt: Im Herbst des vergangenen Jahres strömten sowohl beim Werder-Heimspiel gegen St. Pauli als auch gegen Schalke knapp 42.100 Zuschauer ins Weser-Stadion. Pünktlich zum Topspiel gegen Darmstadt (Samstag, 20:30 Uhr) dürfen die Bremer dank Ausnahmegenehmigung des Senats ihr Wohnzimmer erneut wieder voll machen.

Premiere für Werder-Coach Werner

Werder-Trainer Ole Werner legt seine Hand über die Augenpartien und blickt in die Ferne.
Freut sich auf ein vermutlich ausverkauftes Weser-Stadion: Werder-Trainer Ole Werner Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Sollten die Bremer tatsächlich vor vollen Rängen auflaufen, wäre es für Ole Werner eine Premiere: Zwar hat der 33-Jährige schon mehrere Heimspiele vor Publikum bestritten, doch ausverkauft war coronabedingt noch keine Partie in seiner Zeit als Werder-Coach.

"Ein stimmungsvolles Stadion im Rücken zu haben, das uns in der ein oder anderen schwierigen Phase unterstützt und trägt, darauf setzen wir auch ein Stück weit", sagte Werner in einer Medienrunde am Dienstag.

Der Werder-Coach zählt vor allem auf die Ultras, die sich möglicherweise erstmals seit Pandemie-Beginn wieder in der Ostkurve versammeln könnten. "Mit der Rückkehr der Ultras wird es sicherlich noch einmal stimmungsvoller und lauter im Stadion sein", betonte Werner.

Werder plagen Verletzungssorgen

Auch im Hinblick auf die Verletzten-Misere der Bremer kommt es auf die grün-weißen Fans noch mehr an als ohnehin schon. Denn angesichts der Ausfälle von Ömer Toprak, Marco Friedl und Mitchell Weiser ist Werder für jede Hilfe dankbar. "Bei den Schwierigkeiten, die wir jetzt haben, ist das für uns nur noch wichtiger", sagte Werner.

So wie ich unsere Fans bisher erlebt habe – egal ob zuhause oder wie jetzt auch in einem sehr stimmungsvollen Auswärtsblock in Heidenheim –, glaube ich, dass wir die Unterstützung auch bekommen werden.

Werder-Trainer Ole Werner in einer Medienrunde am Dienstag

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. März 2022, 16 Uhr