Infografik

Viel Aufwand, kein Ertrag: Werder verliert mit 0:1 in Stuttgart

Die Bremer zeigten sich beim Aufsteiger äußerst offensivfreudig, blieben aber im Abschluss glücklos. Am Ende kam auch noch eine gehörige Portion Pech dazu.

Werder-Spieler Romano Schmid stoppt seinen Gegenspieler.
In Stuttgart war für Romano Schmid (rechts) und Werder trotz ordentlicher Leistung nichts zu holen. Bild: Nordphoto/Gumzmedia

Werders Sonntags-Fluch geht weiter: Nach einem spannenden und temporeichen Spiel mussten sich die Bremer beim VfB Stuttgart am Ostersonntag mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Werder-Verteidiger Ludwig Augustinsson per Eigentor (81. Minute). Es war bereits die achte Sonntags-Partie in Serie, die die Grün-Weißen nicht gewinnen konnten.

Beide Teams zeigten sich vom Anpfiff weg engagiert und suchten den Weg nach vorne, leisteten sich aber viele Ungenauigkeiten und erzeugten fast nur durch Distanzschüsse Torgefahr. Für den VfB, der neben Toptorjäger Silas Wamangituka (Kreuzbandriss) auch auf den argentinischen Aufstiegshelden Nicolas Gonzalez (Muskelfaserriss) verzichten musste, vergaben U21-Nationalspieler Mateo Klimowicz (6.) und Philipp Förster (25.) vor der Pause die besten Möglichkeiten.

Chancen hüben wie drüben

Werder-Stürmer Milot Rashica legt sich den Ball vor.
Die Bremer Offensive um Milot Rashica (Mitte) blieb gegen Stuttgart ohne Erfolgserlebnis. Bild: Gumzmedia/Nordphoto

Die Bremer, die zuvor zweimal verloren hatten und bei denen Niclas Füllkrug im Sturm den gesperrten Joshua Sargent ersetzte, prüften Stuttgarts Keeper Gregor Kobel in einer ausgeglichenen ersten Hälfte dreimal. Doch Romano Schmid (10.), Augustinsson mit einer schönen Direktabnahme (22.) und Kevin Möhwald (31.) scheiterten allesamt am aufmerksamen Schweizer.

Auch die erste gefährliche Szene des zweiten Durchgangs war ein Distanzschuss: Stuttgarts Borna Sosa jagte den Ball im Anschluss an eine Ecke von der Strafraumgrenze aus knapp über den Kasten (54.). Deutlich zu hoch zielte auf der anderen Seite anschließend Füllkrug bei einem Versuch aus zwölf Metern (55.). Es war die bis dahin flotteste Phase der Partie, in der auch VfB-Talent Klimowicz einen weiteren Flachschuss abgab (58.) – und Werders Jubilar Maximilian Eggestein (150. Bundesliga-Spiel) seine fünfte Gelbe Karte kassierte.

Augustinssons bitteres Eigentor

Stuttgarts Stürmer Sasa Kalajdzic, der in sieben der vorangegangenen acht Liga-Spiele getroffen hatte, trat diesmal kaum in Erscheinung und blieb bis kurz vor Schluss ohne nennenswerte Strafraumszene. Neun Minuten vor dem Ende war Kalajdzic dann aber zur Stelle: Nach einer Flanke von Sosa von der linken Seite stieg er zum Kopfball hoch, Bremens Augustinsson wollte klären – und traf ins eigene Tor. Sowohl für den Schweden als auch die Grün-Weißen war es das bittere Finale eines beherzten Auftritts.

Die Bremer könnten nach ihrer dritten Niederlage in Serie im Abstiegskampf nochmal richtig in Bedrängnis geraten. Ihr Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zwar noch recht komfortable sieben Zähler, mit RB Leipzig und Borussia Dortmund haben sie in der Liga als nächstes aber zwei hohe Hürden vor sich.

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