Toprak vor Werders Abstiegsfinale: "Schaaf hat einen klaren Plan"

Für die Bremer Spieler heißt es jetzt "Herr Schaaf" statt "Flo". Wie die Bremer Trainer-Legende beim Team ankommt und was Schaaf ändert, erzählte Ömer Toprak am Mittwoch.

Video vom 19. Mai 2021
Ömer Toprak schaut während der virtuellen Mixed-Zone in die Kamera.
Bild: Radio Bremen
Bild: Imago | Nordphoto

Ömer Toprak hat im Fußball schon einiges erlebt und gesehen. Und beim SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund hat er mit Christian Streich, Roger Schmidt oder Lucien Favre schon mit gänzlich unterschiedlichen Trainertypen zusammengearbeitet.

Auch bei Werder muss Toprak sich in dieser Woche noch einmal umgewöhnen. Statt "Flo" wird der Trainer jetzt "Herr Schaaf" genannt. Dieser ist, weiß Toprak, "eine Trainer-Legende". Und unter dieser Legende bereiten sich die Bremer im Quarantäne-Trainingslager in Barsinghausen aktuell auf das Abstiegsendspiel am Samstag (15:30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach vor. Viele fragen sich dabei, wieviel Schaaf denn in nur einer einzigen Woche noch ändern könne. Toprak glaubt aber auch in der Kürze der Zeit noch an einen Effekt. "Durch den Trainerwechsel gibt es einen neuen Impuls. Manchmal weiß man gar nicht, warum", sagte Toprak am Mittwoch in einer virtuellen Medienrunde.

Er hat einen klaren Plan. Eine klare Idee, die er uns in Video-Sitzungen und auf dem Platz vermitteln will. Auch in seinen Formulierungen ist er sehr klar. Er weiß, was er von uns möchte und will uns helfen.

Ömer Toprak in einer Medienrunde am Mittwoch

"Matchball" am Samstag

Schaaf arbeite aktuell daran, dass das Selbstvertrauen und die Überzeugung in das eigene Können zurückkehren, erklärte Toprak. Die Stimmung vor dem Endspiel gegen die Mönchengladbacher sei dabei "angespannt". Jetzt gelte es aber, "alle Kräfte zu mobilisieren, um am Samstag erfolgreich zu sein".

Ömer Toprak spielt im Werder-Training einen Pass.
Ömer Toprak bedauert, dass Werder am Samstag den "Matchball" gegen den FC Augsburg nicht nutzen konnte. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Das Bibbern am letzten Spieltag kennen die Bremer dabei noch aus der vergangenen Saison, als die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag noch schlechter war. "Am Samstag haben wir jetzt einen Matchball", sagte Toprak. Schließlich ist im Falle eines Sieges klar, dass die Bremer mindestens die Relegation sicher haben.

Noch kein Abschied von Kohfeldt

"Matchbälle" hatten die Bremer dabei zu Hauf in den vergangenen Wochen. Zuletzt am Samstag beim 0:2 gegen den FC Augsburg, nach dem Florian Kohfeldt gehen musste. "In diesem Moment weißt du als Spieler, dass du Fehler gemacht hast", bedauert Toprak die Trennung vom Trainer. "Wir haben nicht die nötige Leistung gezeigt und waren enttäuscht, dass wir in Augsburg den Matchball nicht genutzt haben."

Einen echten Abschied von Kohfeldt vor dem Team habe es nach der Trennung am späten Samstagabend noch nicht gegeben. Dafür sei es aber auch nicht der richtige Zeitpunkt gewesen. "Dafür ist der Samstag einfach zu wichtig", so Toprak.

Mehr zum Thema:

Autor

  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 19. Mai 2021, 18:06 Uhr