Werder in Testspielen gegen Rotterdam: Unentschieden und Niederlage

Werder schlägt sich wacker gegen Rotterdam

Joshua Sargent schießt für Werder gegen Feyenoord Rotterdam aufs Tor.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Beim 3:3 im ersten Test-Spiel gegen Feyennoord Rotterdam erzielte Johannes Eggestein zwei Treffer, im zweiten Spiel gab es eine 1:2-Pleite bei den Niederländern.

Werder hat sich in den beiden Testspielen am Samstag bei Feyenoord Rotterdam achtbar aus der Affäre gezogen. Die erste Partie um 12 Uhr auf dem Trainingsgelände der Rotterdamer endete 3:3. Das zweite Spiel im Stadion De Kuip um 16 Uhr verlor das Team von Cheftrainer Markus Anfang mit 1:2.

Die Bremer erwischten dabei beim ersten Aufeinandertreffen einen rabenschwarzen Start und lagen nach acht Minuten bereits mit 0:2 zurück. Die Rotterdamer, deren Team eher aus Reservisten bestand, gingen in der 4. Minute nach einem Angriff über die linke Seite durch ihren Mittelstürmer Naoufal Bannis in Führung. Weil Marco Friedl in der 8. Minute den Ball im Liegen mit der Hand spielte, erhielt der niederländische Erstligist, der in der neuen Saison europäisch in der neuen Conference League startet, einen Strafstoß. Diesen konnte Keeper Michael Zetterer parieren, doch mit dem Nachschuss erzielte Bannis seinen zweiten Treffer.

Auch Johannes Eggestein trifft doppelt

Davon ließen die Bremer sich allerdings nicht beeindrucken. Nach einem Eckball von Niklas Schmidt traf Ilia Gruev per Kopf zum 1:2 (14.) Johannes Eggestein knallte in der 20. Minute nach einem Angriff über Kyu-hyun Park und Niclas Füllkrug den Ball aus spitzem Winkel zum Ausgleich ins Tor. Ohnehin war Eggestein sehr agil und zeigte eine Menge Spielfreude. Werder hätte das Spiel noch vor der Halbzeit komplett drehen können, aber nach einer schönen Vorarbeit von Kebba Badjie scheiterte Füllkrug an Rotterdams Torwart Ofir Marciano.

Johannes Eggestein läuft nach einem Testspiel über den Platz.
Johannes Eggestein erzielte beim 3:3 in der ersten Partie zwei Tore. Bild: Imago | Beautiful Sports

Stattdessen brachte Eggestein mit seinem zweiten Treffer Werder in Führung. Eine Hereingabe von Badjie drückte er in der 57. Minute aus kurzer Distanz über die Linie. Für einen Sieg reichte es aber nicht, denn in der 80. Minute schlug Feyenoord noch einmal zurück. Mit einem tollen Heber traf Mark Diemers zum 3:3-Endstand.

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Feyenoord schickt im zweiten Test die Startelf

Mit elf neuen Spielern ging Werder in die zweite Partie. Feyenoord wiederum bot das Team auf, das der aktuellen Stammelf nahe kam. Wie im ersten Testspiel gerieten die Bremer früh in Rückstand. Jens Toornstra ließ Torwart Stefanos Kapino nach einer Flanke von der linken Seite keine Chance (7.). Bryan Linssen hätte die Führung fast ausgebaut. Sein schöner Schuss mit dem Außenrist klatschte allerdings an die Latte (22.)

Rotterdams Kokcu verwandelt den Elfmeter gegen Werder.
Orkun Kokcu verwandelte einen Elfmeter souverän zur 2:1-Führung für Feyenoord. Bild: Imago | Anp

Statt 0:2 stand es wenig später 1:1. Nach einem tollen Zuspiel von Leonardo Bittencourt traf Joshua Sargent zum Ausgleich. Jean Manuel Mbom hätte anschließend fast die Führung erzielt. Nach einer Ecke von Bittencourt verfehlte sein Kopfball das Ziel nur knapp (43.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit dominierten die Bremer das Spiel, bekamen dann aber einen Elfmeter gegen sich gepfiffen. Mbom soll Tyrell Malacia gefoult haben. Den Strafstoß verwandelte Orkun Kokcu sicher (60.). Das 2:1 brachte Feyenoord am Ende souverän über die Zeit. Für Werder war dies die erste Niederlage in einem Testspiel in dieser Vorbereitung.

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Wenig Aussagekraft für das Auftaktspiel gegen Hannover

Als Generalprobe für den Auftakt in der 2. Liga in der kommenden Woche (Samstag, 20:30 Uhr) können die beiden Spiele gegen Rotterdam allerdings kaum angesehen werden. Die Aufstellungen in beiden Partien waren durchgemischt. Und Anfang betonte bereits im Vorfeld, dass er ja ohnehin nicht wisse, mit wem er aufgrund der unklaren Situation auf dem Transfermarkt für das Hannover-Spiel planen kann. Die Partien gegen die Niederländer dienten vielmehr dem Zweck, nahezu allen Spielern eine Belastung über 90 Minuten geben zu können.

Werders knifflige Lage auf dem Transfermarkt

Video vom 16. Juli 2021
Clemens Fritz und Frank Baumann schauen nachdenklich. Baumann stützt dabei sein Gesicht mit der Hand ab.
Bild: Imago | Nordphoto
Bild: Imago | Nordphoto

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 17. Juli 2021, 18 Uhr