Senatorin Vogt will Bremer Wirtschaft "für Werder begeistern"

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt spricht in der Bremer Bürgerschaft.
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) will Bremer Unternehmen als Unterstützer von Werder Bremen mobilisieren, um einen klassischen Investor zu vermeiden. Bild: DPA | Sina Schuldt

Viele Bremer Unternehmen hätten lange von Werder profitiert, sagt Senatorin Vogt (Die Linke) im "Weser-Kurier". Nun sollen diese dem Klub in schweren Zeiten helfen.

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) hofft beim finanziell stark angeschlagenen Bundesliga-Absteiger Werder Bremen auf Hilfe von Mittelstand und Unternehmen rund um die Hansestadt. Sie haben vor allem in Europapokal-Zeiten des Fußball-Klubs vom internationalen Marketing "massiv profitiert", sagte die Politikerin im Interview mit dem "Weser-Kurier".

"Vielleicht muss man sich mal andere Städte anschauen, Frankfurt etwa oder auch Bielefeld. Dort haben sich Unternehmen zusammen getan und den Vereinen damit geholfen", fügte sie hinzu.

Kein Investor, der Werder benutzen will

Vogt denkt dabei nicht an einen Investor, der "Werder als Synonym für sein Unternehmen benutzen" will. "Wenn wir es schaffen, Bremer Unternehmen für Werder zu begeistern und diese sagen, dass sie helfen möchten, damit der Verein wieder auf die Beine kommt, dann ist das doch was ganz anderes als ein Investor, der viel Geld gibt, aber auch alles bestimmen will", sagte die 55-Jährige.

Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry bestätigte im "Weser-Kurier"-Interview, dass der Verein "Gespräche in dieser Richtung" führe, sagte jedoch auch: "Aber selbst mit einer zehnprozentigen Beteiligung könnten wir nicht alle Probleme lösen, wir müssen aus uns heraus Lösungen entwickeln."

Ab wann sind wieder Zuschauer im Weser-Stadion?

Mit dabei helfen sollen die aufgrund der Coronavirus-Pandemie zuletzt ausgebliebenen Zuschauer-Einnahmen. "Die Ministerpräsidentenkonferenz will am 10. Juni klären, wie es mit dem Profi-Fußball weitergeht", erklärte Vogt.

"Also ob auch Zuschauer wieder in die Stadien können. Ich bin zuversichtlich, dass wir da schnell zu einer Lösung kommen. Die größte Stabilität in finanzieller Hinsicht bekommt der Verein, wenn es wieder eine volle Auslastung für die Stadien gibt."

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Bild: Radio Bremen
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