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Trotz Personal-Puzzle: Werder hofft auf Rückenwind gegen Leipzig

Nach dem Erfolgserlebnis im Pokal wollen die ersatzgeschwächten Bremer in der Liga nachlegen. Auch der Tabellenzweite muss auf mehrere Leistungsträger verzichten.

Mehrere Werder-Spieler bejubeln einen Treffer.
Nach drei Niederlagen in Folge wollen die Bremer auch in der Liga endlich wieder jubeln. Bild: Gumzmedia/Nordphoto

Wenn Werder am Samstag (15:30 Uhr) im Weser-Stadion auf RB Leipzig trifft, kommt es zu einem Novum: Zum ersten Mal in der aktuellen Saison müssen die Bremer ein Pflichtspiel ohne Maximilian Eggestein bestreiten. Denn der grün-weiße Dauerläufer, der bislang keine einzige Minute gefehlt hat, fehlt gesperrt. Schuld ist die fünfte gelbe Karte, die sich der 24-Jährige im letzten Spiel gegen Stuttgart wegen Meckerns abholte. "Natürlich ist das eine Schwächung", sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag. "Aber wir haben schon unsere Möglichkeiten."

Toprak und Veljkovic kehren zurück

Werder-Spieler Maximilian Eggestein spielt einen Pass.
Fehlt gegen Leipzig gelbgesperrt: Werder-Mittelfeldmann Maximilian Eggestein. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Zugleich müssen die Bremer auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Ludwig Augustinsson, der sich beim Pokal-Spiel in Regensburg den Oberschenkel zerrte, und Niclas Füllkrug verkraften. Der Werder-Torjäger hatte sich gegen Stuttgart den Zeh gebrochen. Immerhin kehren die zuletzt fehlenden Ömer Toprak und Milos Veljkovic zurück, sodass die Grün-Weißen zumindest in der Innenverteidigung aus dem Vollen schöpfen können. Wollen die Bremer aber gegen den Tabellenzweiten etwas holen, brauchen sie einen Sahnetag. "Leipzig hat inzwischen die Mentalität die auch Bayern hat: Die wollen jedes Spiel gewinnen", betonte Kohfeldt. Von der Art und Weise, wie das Team von Trainer Julian Nagelsmann auftritt, schwärmte der Werder-Coach in den höchsten Tönen. "Egal, wo sie hinfahren, sind sie immer dominant und immer auf Pressing ausgerichtet."

Auch Leipzig hat Ausfälle zu beklagen

Dennoch geht Kohfeldt "guten Mutes" die kommende Aufgabe an. Nicht nur, weil Leipzig mit dem verletzten Yussuf Poulsen sowie den gesperrten Dayot Upamecano und Nordi Mukiele ebenfalls drei wichtige Ausfälle beklagt. Sondern auch weil seine Schützlinge mit dem Einzug ins Pokal-Halbfinale unter der Woche ein "schönes Erlebnis" verbuchten. Zudem zeige sich seine Mannschaft im Vergleich zum eher schwachen Auftritt in der Hinrunde, als Werder beim 0:2 chancenlos war, in spielerischer Hinsicht "deutlich verbessert". Das "Spielniveau", das seine Spieler inzwischen an den Tag legten, sei höher als in der Hinrunde, so Kohfeldt.

Ein wenig Rückenwind kommt den Bremern nach drei Niederlagen in Serie mehr als gelegen. Denn obwohl der Vorsprung zum Relegationsrang noch komfortable sieben Punkte beträgt, spüren die Bremer den Druck, nachlegen zu müssen. Auch weil die Konkurrenz im Keller sich teilweise wieder im Aufwind befindet.

Wenn man das als Druck bezeichnen will, war der Druck nie weg. Ich bin nie ins Bett gegangen und hab gedacht: 'Nächstes Jahr spielen wir auf jeden Fall in der ersten Liga!' Sorgen habe ich grundsätzlich keine, aber wir sind sehr wachsam.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Freitag

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Video vom 8. April 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt tätschelt einige seiner Spieler nach dem Pokal-Sieg in Regensburg.
Bild: DPA | Armin Weigel

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 9. April 2021, 18:06 Uhr