Werders Nordderby-Debütant Toprak: "Jedes Derby hat etwas Spezielles"

Werder Bremen: Ömer Toprak freut sich auf sein erstes Nordderby

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Im Hinspiel fiel der Kapitän der Bremer noch verletzt aus. Nun steht Toprak vor seinem ersten Nordderby-Einsatz – und warnt vor dem torhungrigen Offensivduo der Hamburger.

Hitzige Derbys hat Ömer Toprak schon einige in den Knochen. So wirkte er in seiner Zeit bei Bayer Leverkusen in einigen Rheinischen Derbys mit, während er als Dortmund-Spieler in mehreren Revierderbys gegen Schalke 04 zum Einsatz kam. Nordderby-Luft aber hat der Werder-Kapitän noch nicht geschnuppert – doch dieses Erlebnis der besonderen Art holt der 32-Jährige nun nach.

Sofern kein Unglück mehr geschieht, gibt Toprak am Sonntag (13:30 Uhr) im Hamburger Volksparkstadion sein grün-weißes Debüt gegen den ewigen Werder-Rivalen. "Jedes Derby ist etwas Spezielles und ich bin froh, dass ich jetzt auch mein erstes Nordderby spiele", sagte Toprak am Mittwoch in einer Medienrunde.

Beim 0:2 im Hinspiel gegen Hamburg war Toprak noch verletzt

Im Hinspiel, als Werder zur großen Enttäuschung seiner Anhänger zu Hause mit 0:2 verlor, war Toprak noch verletzt ausgefallen. Trotzdem habe er natürlich die "super Atmosphäre" im Weser-Stadion aufgesogen, so der 32-Jährige, der die Nordderbys zuvor nur vor dem Fernseher verfolgt hatte. "Schon da hat man gemerkt, dass die Stimmung hitzig ist und es um Einiges geht", sagte Toprak.

Wenn du in Bremen lebst, kommst du gar nicht daran vorbei, dass die Leute dich daran erinnern, dass Derby ist und was das für sie bedeutet. Das ist auch gut so und letztendlich liegt es an uns, diese Stimmung aufzunehmen und am Sonntag bereit sein.

Werder-Kapitän Ömer Toprak in einer Medienrunde am Mittwoch
Werder-Kapitän Ömer Toprak spielt einen Pass.
Läuft seit Sommer 2019 für die Bremer auf: Werder-Kapitän Ömer Toprak. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Auch in der Kabine reden die Bremer vermehrt über die Partie, bei der ein Sieg noch süßer als ohnehin schon schmeckt. "Natürlich müssen wir uns emotional auf das Spiel einstellen, aber das Spiel auch frei von Emotionen taktisch analysieren", betont der Werder-Kapitän. Allein schon, weil der HSV eine "starke Mannschaft" habe, die einen "sehr guten Fußball" spiele und mit einem "speziellen Spielsystem" auflaufe.

Aufpassen müssen Toprak und seine Verteidiger-Kollegen vor allem auf Torjäger Robert Glatzel (14 Ligatreffer) und Top-Vorbereiter Sonny Kittel (13 Assists, dazu sieben Tore). "Beide sind sehr, sehr gut in Form und definitiv die Schlüsselspieler vom HSV", so Toprak. "Wir müssen sie, so gut es geht, in den Griff bekommen und ausschalten."

Anders als noch im Hinspiel, als Werder auf Platz Acht und der HSV auf dem sechsten Rang lag, geht es im Aufeinandertreffen in der Rückrunde um nicht weniger als die Tabellenführung: Aktuell grüßen die Bremer von ganz oben, doch die Hamburger lauern mit nur einem Zähler Rückstand auf Rang Zwei. Zudem haben beide Teams seit mittlerweile acht Partien nicht mehr verloren.

"Beide Mannschaften sind sehr gut in Form, aber es ist ein Derby, da zählt weder die Form noch der Tabellenplatz", sagte Toprak. Der 32-Jährige weist im Übrigen eine mehr als positive Bilanz gegen die "Rothosen" auf: In 16 Duellen mit dem HSV kommt Toprak auf zehn Siege, drei Unentschieden und nur drei Niederlagen. Wer weiß, vielleicht ist das ja ein gutes Omen und eine Extra-Motivation für die Bremer, um die Schmach aus der Hinrunde auszubügeln. Oder wie Toprak sagt: "Ich hoffe sehr, dass ich nach dem Spiel mit einem lachenden Gesicht wieder in den Bus einsteige."

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 23. Februar 2022, 18:06 Uhr