Werder-Coach Kohfeldt im Kampfmodus: "Wir haben auf nichts zu warten"

Die Bremer hätten im Schlussspurt noch acht Finals, erklärte der Coach. Personell sieht es am Dienstag (20:30 Uhr) gegen Mönchengladbach besser aus als befürchtet.

Video vom 25. Mai 2020
Mehrere Logos der Fußball-Mannschaften auf einer Treppe aufgereiht, Werder Bremen ganz vorne.

Am Sonntagabend ging durch das Wohnzimmer vieler Werder-Fans wohl ein Jubelschrei. Fortuna Düsseldorf, Werders großer Konkurrent um Platz 16, sah im Rheinderby beim 1. FC Köln schon wie der sichere Sieger aus. Doch eine 2:0-Führung reichte nicht. Durch einen Doppelschlag kurz vor Schluss glichen die Kölner noch aus – und machten Werder damit im Keller zum großen Gewinner des Spieltages.

Nichts davon gesehen hat allerdings Florian Kohfeldt, wie der Werder-Coach am Montag auf der – erstmals per Videochat veranstalteten – Pressekonferenz verriet. Stattdessen hat er sich parallel zum Düsseldorfer Spiel bereits auf den nächsten Gegner der Bremer vorbereitet. Kohfeldt befindet sich bereits wieder im Kampfmodus.

Rund um das Spiel gegen Freiburg muss jedem klar sein, dass wir nicht mehr viele Chancen bekommen. Samstagmorgen hatten wir neun Finals, jetzt haben wir noch acht Finals. Darauf müssen wir uns fokussieren.

Werder-Coach Florian Kohfeldt

Werder braucht Konstanz in den Leistungen

Das nächste "Finale" steigt dabei am Dienstagabend im Weser-Stadion (20:30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach. Eines der Topteams der Liga. Trotzdem ist Werder in den kommenden Wochen zum Punkten verdammt, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Mindestens Kampf und Einsatz aus dem Freiburg-Spiel müssen dabei auf den Platz gebracht werden.

Wir können es uns jetzt nicht wieder erlauben, in eine andere Verfassung zu kommen in Richtung der nächsten Spiele. (...) Wir haben auf nichts zu warten. Wir müssen versuchen, in jedem Spiel zu punkten. Und das werden wir auch am Dienstag tun.

Werder-Coach Florian Kohfeldt

Vogt bleibt fraglich – Augustinsson kehrt zurück

Kevin Vogt im Zweikampf
Florian Kohfeldt ist optimistisch, dass Kevin Vogt am Dienstag gegen Mönchengladbach spielen kann. In Freiburg musste der Defensivspieler nach 35 Minuten ausgewechselt werden. Bild: Imago | Markus Ulmer

Personell schaut es dabei wohl besser aus als zunächst am Samstag nach dem Spiel befüchtet. Philipp Bargfrede wird aufgrund seiner Gelb-Roten-Karte aus der Freiburg-Partie fehlen. Marco Friedl kann aber wieder mit dabei sein. Der Österreicher musste im Breisgau nach 83 Minuten aufgrund von Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Der Einsatz von Kevin Vogt ist weiterhin fraglich. "Sicher ist nichts bei Kevin, aber es gibt die Tendenz, dass er spielen kann", erklärte Kohfeldt. Wieder mit im Kader wird zudem Ludwig Augustinsson sein. Der Schwede litt unter muskulären Problemen im Oberschenkel und fiel daher gegen Leverkusen und Freiburg aus.

Werder-Coach Kohfeldt zeigt es seinen Kritikern

Video vom 24. Mai 2020
Der Trainer von Werder Bremen, Florian Kohfeldt jubelt und zeigt die Faust.

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 25. Mai 2020, 18:06 Uhr