Filbry stellt Werder-Zahlen vor – Bremer reduzieren Verluste deutlich

Bei der Werder-Mitgliederversammlung sitzen über 800 Zuhörer im Publikum.
Bei der Mitgliederversammlung der Bremer präsentiert die Geschäftsführung unter anderem die Zahlen der vergangenen beiden Geschäftsjahre. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Das vergangene Geschäftsjahr beendeten die Bremer mit Mindereinnahmen in Höhe von 8,8 Millionen Euro. Die Verluste fielen wesentlich geringer aus als im Jahr zuvor.

Werder Bremen hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Minus in Höhe von 8,8 Millionen Euro abgeschlossen. Auch wenn die Bilanz erneut negativ ausfiel, konnte der Verein seine Verluste trotz der finanziellen Folgen durch die Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 15 Millionen Euro reduzieren. Im Geschäftsjahr 2019/20 hatte das Minus noch bei 23,8 Millionen Euro gelegen.

"In diesen Zahlen steckt unglaublich viel Arbeit drin", sagte Finanzchef Klaus Filbry, der die Bilanzen bei Werders Mitgliederversammlung am Sonntag im Weser-Stadion präsentierte.

Es ist immer noch ein negatives Ergebnis, aber ein ganz großer Schritt nach vorne.

Werder-Finanzchef Klaus Filbry bei der Mitgliederversammlung

Werder legt rigiden Sparkurs ein

Werders Finanzchef Klaus Filbry sitzt bei der Mitgliederversammlung auf dem Podium.
Werders Finanzchef Klaus Filbry stellt bei der Mitgliederversammlung die Bilanzen der Bremer vor. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Dass dem Verein dieser "große Schritt" gelungen ist, liegt laut Filbry am strengen Sparkurs, der eingeschlagen wurde: Werder erzielte Netto-Transfererlöse von zehn Millionen Euro, sparte insgesamt drei Millionen Euro an Personalkosten ein, die gleiche Summe noch einmal bei flexiblen Kosten, zudem gab es fünf Millionen Euro weniger bei Abschreibungen und eine Immobilie wurde für 2,3 Millionen Euro verkauft.

Alle Spielerverträge beinhalten eine Gehaltseinbuße von 40 bis 60 Prozent durch den Abstieg, das Kaderbudget liegt jetzt unter 20 Millionen Euro. Und Filbry betonte: "Die laufende Saison ist durchfinanziert." Der Finanzchef ist mit der Entwicklung zufrieden.

Wir sind einer der wenigen Vereine, der es in einer zweiten Saison der Pandemie schafft, sein Geschäftsergebnis zu verbessern.

Werder-Finanzchef Klaus Filbry in der Mitgliederversammlung

Werders Schulden belaufen sich auf 38 Millionen Euro

Dennoch hat die Pandemie dem Verein in zwei Jahren Mindereinnahmen von 35 Millionen Euro eingebracht. Hinzu kommen die Mindereinahmen durch den Abstieg von 40 Millionen Euro. Werders negatives Eigenkapital beläuft sich auf 20 Millionen Euro, die Reserven sind also längst aufgebraucht. 38 Millionen Euro betragen zudem die langfristigen Verbindlichkeiten, also Schulden. Alles sieht bei Werder noch lange nicht rosig aus, Filbry schaut dennoch optimistisch nach vorne.

Wir hatten Corona, wir waren auf der Intensivstation. Heute sind wir von der Intensivstation runter. Wir sind wirtschaftlich wieder stabil.

Werder-Finanzchef Klaus Filbry in der Mitgliederversammlung

Werder-Geschäftsführung muss den Abstieg rechtfertigen

Video vom 3. September 2021
Marco Bode steht mit verschränkten Armen vor einer Loge im Weser-Stadion und beobachtet nachdenklich das Spiel.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autoren

  • Helge Hommers Autor
  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 5. September 2021, 19:30 Uhr