Werder-Coach Anfang: "Hoffe, dass wir uns im oberen Drittel ansiedeln"

Audio vom 22. Juli 2021
Werder-Trainer Markus Anfang breitet an der Seitenlinie die Arme aus.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mehrfach betonte Werders neuer Trainer, dass nicht der direkte Wiederaufstieg, sondern der Wiederaufbau sein Ziel sei. Im Gespräch mit Bremen Eins wurde er nun konkreter.

Kaum war Werder das zweite Mal in der Vereinsgeschichte abgestiegen, legte Sportchef Frank Baumann die Marschroute für die neue Spielzeit fest: "Das Ziel muss sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, um direkt wieder aufsteigen zu können." Klar, wer absteigt, gehört immer zu den Favoriten auf den Aufstieg. Erst recht, wenn es sich um einen ambitionierten Traditonsverein wie Werder handelt.

Allerdings ist auch kurz vor Zweitliga-Start immer noch unklar, mit welchem Kader die Bremer die Saison bestreiten werden. Sprich: welche Spieler den Klub noch verlassen und welche noch kommen. Aus gutem Grund beantwortet Werder-Coach Markus Anfang auf Fragen zum Saisonziel daher zumeist ausweichend. Statt einen Tabellenplatz zu benennen, ruft er fast mantraartig den "Wiederaufbau" als vorrangige Zielvorgabe aus. Im Gespräch mit Bremen Eins hat sich der Neu-Bremer am Donnerstagmorgen jedoch etwas deutlicher ausgedrückt.

Ich hoffe, dass wir uns im oberen Drittel ansiedeln können.

Werder-Trainer Markus Anfang im Gespräch mit Bremen Eins

Neue Flügelspieler gesucht

Soll heißen: Eine Platzierung zwischen Rang Eins und Sechs ist das Ziel des Neu-Bremers. Die Bandbreite reicht folglich vom direkten Wiederaufstieg bis zu mindestens einem weiteren Jahr Zweitklassigkeit. Verständlich, dass Anfang angesichts der finanziellen Situation, die er an der Weser vorfindet, eher tief stapelt. Während Anfang nach neuen Flügelspielern verlangt, müssen die Bremer erst einmal mit Spielerverkäufen die klamme Kasse füllen. Denn Werder braucht Geld.

Freilich wusste der gebürtige Kölner, worauf er sich einließ, als er aus Darmstadt nach Bremen gewechselt ist. Ausschlaggebend waren offenbar weniger die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern vielmehr das Umfeld, das die Grün-Weißen ihm bieten.

Der Verein hat eine große Tradition und strahlt eine gewisse Souveränität aus. Ich habe das Gefühl, dass wir hier in Ruhe etwas entwickeln können und das ist nicht mehr in jedem Verein möglich. 

Werder-Trainer Markus Anfang im Gespräch mit Bremen Eins

Anfang will mit Werder mutig nach vorne spielen

Auch wenn die Rahmenbedingungen eher mau sind und ihm noch die passenden Spieler fehlen: Den offensiven Fußball, den Anfang bei seinen letzten Trainerstationen favorisierte, möchte er auch den Grün-Weißen einimpfen. "Wir wollen mutig nach vorne spielen, wir wollen agieren und nicht reagieren", so der neue Werder-Coach im Gespräch mit Bremen Zwei. Was dafür seines Erachtens ebenso wichtig ist wie die passenden Spieler, ist ein guter Teamgeist. Kein Wunder, dass Anfang und sein Trainerteam neben der vielen Testspiele und Trainingseinheiten, die die Mannschaft in der Vorbereitung absolvierte, ähnlich viel Wert auf das Teambuilding legten.

Wir müssen eine Einheit sein. Wir haben in den Vorbereitungsspielen positive Ereignisse und Erlebnisse geschaffen, indem wir Tore geschossen und gute Spiele gemacht haben. Nun sind wir auf einem guten Weg.

Werder-Trainer Markus Anfang

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Video vom 21. Juli 2021
Werder-Trainer Markus Anfang gestikuliert.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
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Autor

  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, der Morgen, 22. Juli 2021, 9:40 Uhr