Warum Werder die Spielabsage gegen Regensburg so sehr bedauert

Die Bremer wären mit viel Rückenwind in der Pokal-Partie gegen den Zweitligisten aufgelaufen. Für die Absage hat Werder aber "absolutes Verständnis".

Video vom 1. März 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt und Frank Baumann unterhalten sich beim Training.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

"Aufregend" sei der Tag gewesen, sagte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann in einer spontan anberaumten Pressekonferenz am späten Montagnachmittag. Nötig war diese geworden, weil die für Dienstag angesetzte Pokal-Partie der Bremer bei Jahn Regensburg abgesagt wurde. Dass das Spiel aufgrund mehrere Corona-Infektionen im Team der Oberpfälzer verlegt wurde, dafür hat Baumann "absolutes Verständnis".

Wir haben seit dem ersten Tag der Pandemie gesagt, dass die Behörden entscheiden und wir uns daran halten. Nun gilt es erst einmal zu schauen, dass alle Personen gesund bleiben und gut durch die Infektion kommen.

Werder-Geschäftsführer Frank Baumann

Werder war früh im Bilde

Schon am Morgen sei Werder von seinem Pokal-Gegner informiert worden, dass es in den Reihen der Regensburger zu mehreren Corona-Fällen gekommen war. Die Kommunikation zwischen den Teams sei "sehr gut" abgelaufen, so Baumann. Der Zweitligist habe die Verantwortlichen der Grün-Weißen den ganzen Tag über auf dem Laufenden gehalten, sodass die Bremer schon mittags ahnten, dass eine Absage der Begegnung bevorstehe – wozu es aber erst am späten Nachmittag kam.

Schlechtes Timing für Werder

Für die Bremer kommt die Verlegung des Spiels zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt. "Wir hätten sehr, sehr gerne in Regensburg gespielt", betonte Baumann. Erst am Freitag hatten die Bremer überraschend mit Eintracht Frankfurt "das Team der Stunde" mit 2:1 geschlagen. Ein Sieg von der Sorte, die Flügel verleiht. "Den Schwung aus dem Frankfurt-Spiel hätten wir sehr gut mitnehmen können", so Baumann.

Zudem sieht es personell ebenfalls mehr als gut bei den Bremern aus. Auch der zuletzt verletzte Linksverteidiger Ludwig Augustinsson ist wieder fit, sodass Trainer Florian Kohfeldt momentan einzig auf Ersatzkeeper Michal Zetterer verzichten muss. Insgesamt also fast schon Luxusprobleme, die eher selten bei Werder auftreten. "Insofern ist die Absage natürlich schade, aber wir können es nicht ändern", so Baumann.

Nachholtermin steht noch aus

Wann das Spiel nachgeholt wird, ist hingegen weiterhin unklar. Zumindest in den Gesprächen zwischen den Vereinen und dem Deutschen Fußball-Bund sei eine Terminierung bislang "überhaupt kein Thema" gewesen, so Baumann. Weil die Regensburger für mindestens zwei Wochen in Quarantäne sind und Ende März noch eine Länderspielpause ansteht, dürfte die Partie aber erst im April ausgetragen werden.

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Autor

  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 1. März 2021, 18:06 Uhr