So will Werner die Personalsorgen in der Werder-Abwehr lösen

Werder-Trainer Ole Werner blickt skeptisch.

Werder gehen die Verteidiger aus: Auch Weiser fehlt verletzt

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Die Bremer müssen im Topspiel gegen Darmstadt auf mehrere Stammverteidiger verzichten. Bei Werder-Trainer Ole Werner ist daher Improvisationstalent gefragt.

Ausgerechnet vor dem Topspiel gehen Werder die Verteidiger aus. Neben dem bereits gegen Heidenheim pausierenden Kapitän Ömer Toprak fallen im Duell mit Darmstadt 98 (Samstag, 20:30 Uhr) auch die ebenfalls verletzten Marco Friedl und Mitchell Weiser aus. Werder-Coach Werner muss daher ordentlich improvisieren. "Angesichts der Aufgaben, die wir vor der Brust haben, schmerzt es umso mehr, dass uns solch wichtige Spieler jetzt fehlen", sagte Werner in einer Medienrunde am Dienstag.

Werner setzt auf das Kollektiv

Klar ist: Allein die beiden Innenverteidiger Toprak und Friedl eins zu eins zu ersetzen, das ist für die Bremer ohnehin nahezu unmöglich. Werner zählt daher darauf, dass es das Kollektiv richten wird. "Das müssen wir als Gruppe auffangen und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen", so der Werder-Coach. Ankommen werde es auf die erfahrenen Spieler, die nun noch etwas mehr vorwegmarschieren müssten. Spieler wie etwa Milos Veljkovic oder Anthony Jung.

Uns fehlen jetzt sehr wichtige Bestandteile auf dem Platz. Die gesamte Gruppe ist daher gefragt, ihre Rolle, die sich ein Stück weit auch verändert, anzunehmen und sich mit ihren Stärken einzubringen.

Werder-Trainer Ole Werner in einer Medienrunde am Dienstag

Ob die Bremer angesichts der Verletzungssorgen auch ihre Grundordnung verändern, ließ Werner offen: "Wir haben nach wie vor das Personal für eine Dreierkette", betonte der Werder-Coach. Möglicherweise könnte der 33-Jährige gegen den Tabellenführer aus Darmstadt aber auch auf eine Viererkette setzen. "Wir schauen uns an, welche Spieler uns zu Verfügung stehen und was für einen Gegner wir erwarten. Danach wählen wir dann unsere Grundordnung."

Erneute Chance für Toprak-Ersatz Mai?

Bei der 1:2-Niederlage in Heidenheim gab Lars Lukas Mai den Toprak-Ersatz. Das Vertrauen, das Werner in ihn setzte, konnte der 21-Jährige jedoch nicht rechtfertigten: Von Beginn an wenig sattelfest, ließ Mai sich vor dem ersten Heidenheimer Treffer zu früh aus dem Defensivverbund locken. Zur Pause blieb der Ex-Darmstädter in der Kabine. "So kurzfristig einzusteigen war eine schwierige und undankbare Aufgabe", verteidigte Werner seinen Schützling, betonte aber zugleich: "Sicherlich hat er nicht an seiner Leistungsgrenze gespielt und auch nicht das gezeigt, was er für sich selbst verlangt."

Laut des Werder-Coaches hatte er Mai jedoch nicht wegen seiner Leistung, sondern wegen dessen Kniebeschwerden ausgewechselt. Beschwerden, die inzwischen aber schon wieder weg seien. Gut möglich also, dass Mai bereits gegen Darmstadt erneut die Chance bekommt, sein oft nur angedeutetes Potenzial unter Beweis zu stellen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, NAchrichten, 15. März 2022, 16 Uhr