5 Fakten zu Werders Auswärtsspiel in Freiburg

Nicht Bayern oder Dortmund, sondern die Bremer sind zu Hause die Angstgegner der Freiburger. Vor allem Leonardo Bittencourt fährt dabei äußerst gerne in den Breisgau.

Leonardo Bittencourt lacht.
Leonardo Bittencourt hat in seiner Karriere bisher zehnmal gegen den SC Freiburg gespielt – und dabei beeindruckende sieben Tore erzielt. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

1 Der beste Start seit sieben Jahren

Werder befindet sich laut Trainer Florian Kohfeldt "in einer hochdramatischen finanziellen Lage", ist sportlich bisher aber dennoch erfolgreich. Sechs Punkte nach drei Bundesliga-Spieltagen bedeuten Werders beste Bilanz seit sieben Jahren, in der Saison 2013/14 waren es ebenfalls sechs Punkte aus den ersten drei Spielen. Mit einem Sieg in Freiburg wären es neun Punkte nach vier Runden. So stark sind die Bremer zuletzt in der Spielzeit 2011/12 gestartet. Damals hieß der Trainer noch Thomas Schaaf und der Kapitän Per Mertesacker.

2 Freiburg hat Federn gelassen

Falls angesichts der Entwicklungen des Werder-Kaders irgendjemandem in Bremen zum Heulen zu Mute sein sollte – bitte nicht bei den Freiburgern ausweinen! Der Sportclub hat 2020 mit Luca Waldschmidt und Robin Koch zwei deutsche Nationalspieler und dazu mit Alexander Schwolow noch seine Nummer 1 verloren. Gejammert hat darüber öffentlich niemand. In Freiburg ist man an solche Abgänge gewöhnt und außerdem wurden durch die Abgänge in dieser Transferperiode fast 40 Millionen Euro eingenommen, so viel wie nie zuvor in der Klubgeschichte! Es wurde zwar mit Baptiste Santamaria auch die teuerste Verpflichtung der Vereinshistorie getätigt (kolportierte zehn Millionen Euro Ablöse), doch angesichts eines Gesamtvolumens von rund 15 Mio. Euro für die Neuverpflichtungen bleibt den Breisgauern in diesem Jahr unterm Strich ein fettes Plus. In Freiburg finanziert man sich seit Jahren auch durch solche Überschüsse auf dem Transfermarkt, seine Besten konnte der Sportclub noch nie halten.

3 Werder kommt gerne in den Breisgau

Nicht gegen Bayern oder Dortmund, sondern gegen Werder kassierten die Freiburger die meisten Heimniederlagen seiner Bundesliga-Geschichte (zwölf). Seit Freiburgs erstmaligem Bundesliga-Aufstieg 1993 feierte Werder bei keinem anderen Verein so viele Auswärtssiege wie beim Sportclub, allein in diesem Jahrtausend gewann Werder neun der 14 Gastspiele im Breisgau. Zweimal wurde Freiburg von Bremer Gästen jeweils 0:6 deklassiert, nie verlor Freiburg höher vor eigenem Publikum.

4 Bittencourts Lieblingsgegner

Für Leonardo Bittencourt war sein 1:0-Siegtreffer im Schwarzwald-Stadion im vergangenen Mai bereits der siebte Treffer im zehnten Bundesliga-Spiel gegen die Freiburger – so oft traf Bittencourt gegen keinen anderen Verein. Gleich fünf Tore erzielte er dabei in den Duellen im Breisgau. Ein wichtiges Tor erzielte Bittencourt aber auch im letzten Bundesliga-Spiel vor der Länderspielpause, bei Werders knappen 1:0-Sieg gegen Bielefeld. Gegen die Arminia war er vor allem in der ersten Hälfte sehr präsent und an allen vier Bremer Torschüssen direkt beteiligt.

5 Derbyfieber trotz 700 Kilometern Entfernung

Bremen und Freiburg trennen rund 700 Kilometer – die Begegnung ist also weit davon entfernt, als Derby bezeichnet zu werden. Auf dem Platz geht es allerdings trotzdem äußerst hitzig zu: In den 40 Duellen beider Teams gab es 21 Strafstöße (14 für den SC, sieben für Werder) und 14 Platzverweise (neunmal flog ein Freiburger, fünfmal ein Bremer). Bei Spielen mit Freiburger Beteiligung war nirgendwo sonst so viel los. Die Breisgauer bekamen gegen kein anderes Team auch nur annähernd so viele Strafstöße zugesprochen, verlor aber auch gegen keinen anderen Verein so viele Spieler durch Platzverweise.

"Freiburg ist ein Brett": Kohfeldt stellt sein Team auf den SC ein

Video vom 16. Oktober 2020
Werder-Trainer Florian Kohfeldt lächelt.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 16. Oktober 2020, 18:06 Uhr